
Das Letzte, was Charles Worth sah, war der Mündungsblitz aus der Waffe seines verblichenen Kollegen, die sein Opfer in beiden Händen hielt.
»Jemand, der beim Töten von Leuten kein Plauderstündchen hält.« Sie ging zu der Leiche hinüber, legte den Kopf etwas zur Seite und spuckte dann bedächtig darauf. »Ich heiße Cally O’Neal, und das ist dafür, dass du versucht hast, mich umzubringen, als ich acht war.«
Die Tür flog auf, und drei schwer bewaffnete Männer in schwarzen Körperpanzern stürmten herein.
»Du bist spät dran, Grandpa«, erklärte sie kühl.
»Der Verkehr war schrecklich.« Der Teamführer zog die Maske herunter, fuhr sich mit der Hand durch das flammend rote Haar und schob sich dann ein Stück Red Man in den Mund. Er war mittelgroß, mit einem breiten, wuchtig gebauten Körper und langen Armen, die ihn wie einen Gorilla aussehen ließen. Er sah aus wie zwanzig, aber etwas an seinen Bewegungen und seinem Blick vermittelten den Eindruck von Alter und Erfahrung.
»Drei Stunden?«, fragte Cally ungläubig und wand sich, immer noch nackt, als müsse sie einen überdehnten Muskel in die richtige Lage bringen. Dann betrachtete sie das, was von ihren Fingernägeln übrig geblieben war. »Ich kann nur hoffen, dass es eine Massenkarambolage war. Schließlich sollte ich der Köder sein, nicht diejenige, die den Abzug drückt, verdammt!«
»Hi, Cally«, sagte Tommy Sunday, zog seine Skimaske herunter und verzog dabei das Gesicht. »Ein anstrengender Tag im Büro, was?« Die Nummer zwei war ein hünenhafter Mann mit breiten Schultern und mächtigen Muskelpaketen, und mit leuchtend grünen Augen in einem Gesicht, das ebenso gut einem Filmstar hätte gehören können.
