
»Yeah, eklige Akten«, erwiderte sie. »Also, was ist?«
»Störsender«, sagte Tommy und zuckte die Achseln. »Irgend so ein Ding. Die haben uns ziemlich rumgejagt; wir sind durch halb Chicago gezogen und haben dich gesucht. Vermutlich ein Filter. Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat. Schön, dass du allein klargekommen bist.«
»Wie geht’s Wendy?« Sie ging auf die andere Seite der Bar und hob ihre Jeans auf.
»Sie ist wieder schwanger.«
»Tut ihr beiden eigentlich gar nichts anderes?« Sie schlüpfte mit mechanisch wirkenden Bewegungen in ihre Jeans und schüttelte den Kopf.
»Ich sehe sie bloß alle paar Monate, die Antwort lautet also ›Nein‹.«
Das vierte Mitglied des Teams überprüfte den Raum nach irgendwelchen Bedrohungen und machte das wie im Lehrbuch, ehe er neben die ihm am nächsten liegende Leiche trat und sie mit dem Fuß anstupste.
»Ist er das wirklich?«, fragte er.
»Keine Ahnung«, meinte Cally mit einem Achselzucken. »Wirf mir ’ne Sonde rüber.« Sie fing das Gerät geschickt auf, kniete neben der Leiche nieder und drückte die Nadel an der mehr oder weniger intakten Seite in die Schläfe des Toten. Sie blickte auf das Display und nickte dann. »Gehirn-DNA ist immer verlässlich. Er ist es.«
»Säuberungsteam in Gang eins«, grinste Tommy und trat zur Seite, als sich mehrere lautlose Gestalten in Weiß an ihm vorbeischoben und sofort damit anfingen, alles makellos zu säubern. Er zog seine schwarze Jacke und das weiße Unterhemd, das er darunter trug, aus und hielt sie ihr hin. Sein Blick erfasste sie und blieb an dem Blut hängen, das immer noch auf den weißen Teppich tropfte. »Alles in Ordnung bei dir?«
»Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt.« Sie nahm das Hemd und zog es sich über den Kopf. »Nichts, was man mit einem kurzen Besuch auf der Platte nicht kurieren könnte.«
