«Die Leute sagten: <Der arme Herr Wonka. Er war so ein netter Mensch, und er hat so wunderbare Süßigkeiten gemacht. Jetzt ist er pleite; schade!>

Dann geschah etwas Überraschendes. Eines schönen Tages stiegen früh am Morgen dünne weiße Rauchsäulen aus den Fabrikschornsteinen! Die Leute blieben verblüfft auf der Straße stehen und staunten. <Was ist da los?> riefen sie. <In den Öfen brennt wieder Feuer! Herr Wonka macht seine Fabrik wieder auf!> Sie liefen alle zu der Fabrik hin und rechneten damit, daß das große Tor weit offen stehen und Herr Wonka seine alten Arbeiter willkommen heißen würde.

Aber das große eiserne Tor war noch immer verschlossen, und die Kette hing davor, und Herr Wonka war nirgendwo zu sehen.

<In der Fabrik wird gearbeitet!> riefen die Leute. <Wir hören die Maschinen wieder laufen! Und außerdem riecht es hier draußen nach Schokolade!>»

Großvater Josef beugte sich etwas vor und legte seine knochige Hand auf Charlies Knie.

«Aber das Geheimnisvollste von allem waren die Schatten hinter den Fabrikfenstern, Charlie. Die Leute unten auf der Straße konnten genau sehen, wie sich kleine dunkle Schatten hinter den Milchglasscheiben bewegten.»

«Schatten... von wem?» fragte Charlie schnell.

«Genau das hätten die Leute auch gern gewußt. Sie schrien: <Die ganze Fabrik ist voller Arbeiter, aber es ist niemand hineingegangen, und das Tor ist verschlossen! Das ist doch einfach verrückt! Und es kommt auch kein Mensch heraus!>

Trotzdem bestand kein Zweifel daran, daß in der Fabrik gearbeitet wurde», fuhr Großvater Josef fort. «Und die Maschinen haben seit dem Tag nie wieder stillgestanden, und das ist nun schon gut zehn Jahre her. Obendrein sind die Schokoladensorten und die Bonbons mit der Zeit immer noch besser und köstlicher geworden. Und klar, wenn Herr Wonka jetzt eine neue wunderbare Süßigkeit erfindet, kann kein Spion ihm das Rezept stehlen, weil kein Mensch mehr in die Fabrik hineinkommt.»



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