
«Aber wer macht denn all die Arbeit in der Fabrik, wenn Herr Wonka keinen Menschen hineinläßt?»
«Das weiß niemand, Charlie.»
«Aber warum fragen die Leute Herrn Wonka denn nicht einfach?»
«Weil Herr Wonka sich nie mehr sehen läßt. Das einzige, was die Fabrik verläßt, sind Pakete voller Schokolade und Süßigkeiten. Sie kommen fertig verschnürt und adressiert durch eine Falltür in der Mauer und werden dort jeden Tag von der Post mit Lastwagen abgeholt.»
«Aber wer arbeitet dann nur in der Fabrik?» fragte Charlie wieder.
«Mein lieber Junge, das ist das größte Geheimnis in der ganzen Schokoladenbranche», sagte Großvater Josef.
«Wir wissen nur eines von diesen Arbeitern: Sie müssen sehr klein sein. Manchmal, vor allem spät abends, wenn die Lichter brennen, sind Schatten hinter den Fenstern zu erkennen, Schatten von winzigen Leuten, Leuten, die mir höchstens bis zum Knie reichen... »
«Solche Leute gibt es nicht», sagte Charlie.
In diesem Augenblick kam Charlies Vater ins Zimmer gestürzt.
Er war gerade von der Arbeit in der Zahnpastafabrik nach Hause gekommen und schwenkte aufgeregt die Abendzeitung.
«Habt ihr schon das Neueste gehört?» rief er und hielt die Zeitung hoch, damit sie alle die riesigen Schlagzeilen auf der ersten Seite lesen konnten:
WONKAS SCHOKOLADENFABRIK FÜR EINIGE WENIGE GEÖFFNET!
5. Die Goldenen Eintrittskarten
«Soll das etwa heißen, daß tatsächlich Leute in die Fabrik hinein dürfen?» rief Großvater Josef. «Lies uns vor, was darunter steht... schnell!» Charlies Vater strich die Zeitung glatt. «Also gut, hört zu.»
