«Mir wird schon schlecht, wenn ich nur daran denke», sagte Großmutter Josefine.

«Unsinn!» sagte Großvater Josef. «Charlie, stell dir mal vor, wir würden eine Tafel Schokolade auspacken... und auf einmal käme eine glitzernde Goldene Eintrittskarte zum Vorschein! Wäre das nicht wunderbar?»

«Ja, Großvater. Aber es besteht gar keine Hoffnung. Ich bekomme bloß einmal im Jahr eine Tafel Schokolade», antwortete Charlie traurig.

«Oh, man kann nie wissen, mein Lieber», meinte Großmutter Georgine. «Du hast nächste Woche Geburtstag. Du hast genausoviel Chancen wie jeder andere.»

«Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Ihr werdet es erleben: Die Kinder, die die fünf Goldenen Eintrittskarten finden, gehören zu denen, die sich sowieso jeden Tag Schokolade kaufen können. Unser Charlie dagegen bekommt nur einmal im Jahr welche. Es besteht also nicht die geringste Hoffnung», sagte Großvater Georg.

6. Die beiden ersten glücklichen Finder

Gleich am nächsten Tag wurde die erste Goldene Eintrittskarte gefunden. Der Glückliche war ein Junge, der Augustus Glupsch hieß. Die Abendzeitung brachte auf der Titelseite ein großes Bild von ihm: Augustus Glupsch war neun Jahre alt und unwahrscheinlich fett - er sah aus, als wäre er mit einer Autoreifenluftpumpe aufgeblasen worden. Sein ganzer Körper schien nur aus Fettwülsten zu bestehen, die überall hervorquollen, und sein Gesicht wirkte wie ein schwabbeliger Klumpen Teig, aus dem zwei winzige Rosinenaugen in die Welt spähten. Die Zeitung berichtete, die Stadt, in der Augustus Glupsch wohne, tobte vor Begeisterung. Fahnen flatterten aus allen Fenstern, die Kinder hatten einen Tag schulfrei bekommen, und es wurde ein Umzug zu Ehren des berühmten Jungen vorbereitet.



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