Seine Mutter sagte den Reportern: «Ich wußte, daß Augustus eine Goldene Eintrittskarte finden würde! Er ißt jeden Tag so viel Schokolade, daß es einfach unvermeidlich war! Essen ist seine Lieblingsbeschäftigung, müssen Sie wissen. Das ist das einzige, wofür er sich interessiert. Aber besser, als wenn er ein Rowdy wäre, der mit Luftgewehren herumknallt, nicht wahr? Ich sage immer, schließlich würde der Junge ja nicht so viel essen, wenn er die Nahrung nicht brauchte. Außerdem sind es ja auch Vitamine, nicht wahr? Es wird ein Erlebnis für ihn sein, Herrn Wonkas wunderbare Schokoladenfabrik zu besichtigen! Wir sind alle mächtig stolz auf ihn!»

«Was für eine widerliche Frau», sagte Großmutter Josefine.

«Was für ein ekelhafter Junge!» sagte Großmutter Georgine.

«Jetzt sind nur noch vier Goldene Eintrittskarten übrig. Ich bin bloß neugierig, wer die erwischt», sagte Großvater Georg.

Plötzlich kaufte das ganze Land, die ganze Welt wie verrückt Schokolade, und alle Leute suchten fieberhaft nach den kostbaren vier Goldenen Eintrittskarten. Erwachsene Frauen kauften gleich zehn Tafeln Wonka-Schokolade auf einmal und rissen noch im Geschäft die Verpackung auf. Kinder nahmen einen Hammer, zertrümmerten ihr Sparschwein und rannten mit einer Handvoll Münzen in den nächsten Laden. Ein berüchtigter Gangster raubte eine Bank aus und gab seine ganze Beute noch am gleichen Nachmittag für Wonka-Schokolade aus. Als die Polizei bei ihm erschien, um ihn zu verhaften, saß der Gangster in seinem Wohnzimmer auf dem Fußboden zwischen Bergen von Schokoladentafeln und schlitzte die Verpackung mit einem langen Dolch auf. Im fernen Rußland behauptete eine Frau namens Charlotte Russe, sie habe die zweite Goldene Eintrittskarte gefunden, doch diese Karte erwies sich als geschickte Fälschung.

In England erfand der berühmte Wissenschaftler Professor Faul eine Maschine, die fühlen konnte, ob unter der Verpackung eine Goldene Eintrittskarte steckte - man brauchte die Tafel gar nicht erst auszuwickeln.



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