Ich sehe mir jeden Tag alle Filme an, auch die blöden, in denen nicht geschossen wird. Aber die Gangsterfilme sehe ich am liebsten. Irre, diese Gangster, vor allem, wenn sie sich gegenseitig voll Blei pumpen oder sich mit dem Messer aufschlitzen oder mit dem Schlagring aufeinander losgehen, zack, zack! Mann, das ist ein Ding! So was mache ich später auch mal! Das ist das Leben. Irre! Toll!> «Das genügt mir!» sagte Großmutter Josefine in scharfem Ton. «Das kann man ja nicht mit anhören!»

«Das finde ich auch», sagte Großmutter Georgine. «Benehmen sich heutzutage alle Kinder so wie diese... diese vier Gören, von denen wir da gehört haben?»

«Natürlich nicht», sagte Charlies Vater und sah die beiden Großmütter lächelnd an. «Manche benehmen sich so... ziemlich viele sogar. Aber längst nicht alle.»»

«Jedenfalls ist jetzt nur noch eine Goldene Eintrittskarte übrig», sagte Großvater Georg.

«Ja», schniefte Großmutter Georgine. «Und genauso sicher, wie wir morgen abend wieder Kohlsuppe essen werden, genauso sicher wird diese allerletzte Goldene Eintrittskarte von irgendeinem fürchterlichen, verzogenen kleinen Biest gefunden, das sie gar nicht verdient.»

9. Großvater Josef setzt alles auf eine Karte

Als Charlie am nächsten Tag aus der Schule nach Hause kam und zu seinen Großeltern ins Zimmer ging, war nur Großvater Josef wach. Die anderen drei schnarchten laut.

«Pssst!» flüsterte Großvater Josef und winkte Charlie zu sich. Charlie schlich auf Zehenspitzen zum Bett. Der alte Mann lächelte verschmitzt, suchte mit der Hand unter dem

Kopfkissen herum und zog plötzlich einen uralten ledernen Geldbeutel darunter hervor. Er hielt die Bettdecke wie zum Schutz ein wenig hoch und stülpte den Geldbeutel um. Ein einziges silbernes Zehn-Cent-Stück fiel heraus.



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