
«Mit der da. Reiß sie ein bißchen auf, aber nicht so weit, daß wir schon etwas sehen können.»
«So?» fragte Großvater Josef.
«Ja, und jetzt noch ein kleines Stückchen.»
«Mach du weiter. Ich bin zu nervös», sagte Großvater Josef.
«Nein, Großvater. Du mußt es selber machen.»
«Na, gut... Also los!» Und Großvater Josef riß das ganze Papier auf einmal ab.
Beide starrten auf das, was da vor ihnen lag.
Eine Tafel Schokolade... und sonst gar nichts.
Plötzlich ging ihnen auf, wie komisch das Ganze war, und sie brachen beide in Gelächter aus.
«Was ist denn hier los?» Großmutter Josefine war plötzlich aufgewacht.
«Nichts», sagte Großvater Josef. «Schlaf nur weiter.»
10. Die Familie Bucket verhungert beinahe
In den beiden darauffolgenden Wochen wurde es sehr kalt.
Zuerst kam der Schnee. Eines Morgens, als Charlie sich gerade für die Schule anzog, sanken plötzlich große dicke Flocken vom stahlgrauen Himmel herab.
Am Abend lag der Schnee schon über einen Meter hoch rund um das kleine Holzhaus, und Charlies Vater mußte den Weg von der Haustür zur Straße freischaufeln.
Nach dem Schnee kam eisiger Sturm, der mehrere Tage hintereinander tobte, ohne jemals aufzuhören. Und wie bitterkalt es war! Alles, was Charlie berührte, schien aus Eis zu bestehen, und jedesmal, wenn er vor die Tür trat, traf ihn der Wind wie ein Messerstich.
Eiskalte Luft drang durch alle Fensterritzen und Türen in das kleine Haus ein, und es gab drinnen keine einzige Stelle, an der es nicht ständig zog. Die vier alten Großeltern lagen stumm und zusammengekrümmt im Bett. Die Aufregung um die Goldenen Eintrittskarten war längst vergessen. In Charlies Familie dachte niemand mehr an etwas anderes als daran, wie sie sich wärmen und genug zu essen beschaffen sollten.
