Großvater Josef fuhr fort, und er sprach sehr langsam, damit Charlie auch ja kein Wort entging: «Herr Wonka kann türkischen Honig machen, der nach Veilchen schmeckt, und Karamelbonbons, die alle zehn Sekunden die Farbe wechseln, wenn du sie lutschst, und Kaugummi, das niemals den Geschmack verliert, und Luftballons aus Bonbonmasse, die du riesengroß aufblasen kannst, ehe du sie mit einer Nadel platzen läßt und aufschleckst. Er hat ein Geheimrezept, nach dem er wunderschöne blaue, schwarzgefleckte Vogeleier macht: Wenn du eines davon in den Mund steckst, wird es nach und nach immer kleiner, und plötzlich sitzt ein winzig kleines Vögelchen aus rosa Zucker auf deiner Zungenspitze.»

Großvater Josef hielt einen Augenblick inne und leckte sich langsam die Lippen. «Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke.»

«Mir auch», sagte Charlie. «Erzähl bitte weiter.»

Während Großvater Josef erzählte, waren Charlies Eltern leise ins Zimmer gekommen. Sie standen an der Tür und hörten zu.

«Erzähl Charlie von dem verrückten indischen Prinzen», schlug Großmutter Josefine vor. «Das gefällt ihm bestimmt.»

«Du meinst, von Prinz Pondicherry?» fragte Großvater Josef und begann vor sich hin zu kichern.

«Komplett bekloppt!» sagte Großvater Georg.

«Aber sehr reich!» bemerkte Großmutter Georgine.

«Was hat er gemacht?» fragte Charlie ungeduldig.

«Das werde ich dir gleich erzählen», sagte Großvater Josef.

3. Herr Wonka und der indische Prinz

«Prinz Pondicherry schrieb einen Brief an Herrn Wonka und bat ihn, die lange Reise bis nach Indien zu machen und ihm einen kolossalen Palast ganz aus Schokolade zu bauen», begann Großvater Josef.

«Und hat Herr Wonka das geschafft, Großvater?»



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