
«Natürlich! Und was für einen Palast! Einhundert Zimmer, und alles war aus dunkler oder heller Schokolade gemacht. Die Ziegel waren aus Schokolade, der Zement, der sie zusammenhielt, war aus Schokolade, die Wände und die Decken waren aus Schokolade, die Teppiche, die Bilder, die Betten und die Möbel - alles war aus Schokolade, und wenn man im Badezimmer die Wasserhähne aufdrehte, kam heiße Schokolade heraus.
Als der Palast fertig war, sagte Herr Wonka zu Prinz Pondicherry: <Es tut mir sehr leid, aber ich fürchte, die Pracht wird nicht lange halten. Am besten, Sie fangen sofort an zu essen.>
<Das kommt überhaupt nicht in Frage! Ich werde doch nicht meinen eigenen Palast aufessen! Ich werde nicht einmal ein bißchen am Treppengeländer knabbern oder an den Wänden lecken! Ich will in diesem Palast wohnen!> sagte Prinz Pondicherry.
Natürlich behielt Herr Wonka recht, denn bald darauf kam ein besonders heißer Tag, und die Sonne brannte auf den Palast herab, und der Palast fing an zu schmelzen und sank dann ganz langsam in sich zusammen. Und als Prinz Pondicherry von seinem Mittagsschlaf aufwachte, schwamm er schon in einem großen klebrigen braunen Teich aus Schokoladenbrei.»

Der kleine Charlie saß ganz still auf dem Bettrand und starrte seinen Großvater an. Er hatte die Augen so weit aufgerissen, daß man das Weiße ringsherum sah. «Ist das wirklich wahr, Großvater, oder machst du dich über mich lustig?» fragte er.
«Natürlich ist das wahr!» riefen alle vier Großeltern auf einmal.
«Das kann dir jeder bestätigen!»
«Und ich werde dir noch etwas erzählen, das genauso wahr ist.» Großvater Josef beugte sich dicht zu Charlie hinüber und senkte die Stimme zu einem geheimnisvollen Flüstern. «Niemand... kommt...jemals... heraus!»
