«Wo heraus?» fragte Charlie.

«Und... niemand...geht...jemals... hinein!»

« Wo hinein?» rief Charlie.

«In Herrn Wonkas Schokoladenfabrik, natürlich!»

«Großvater, was meinst du damit?»

«Ich meine die Arbeiter, Charlie.»

«Arbeiter?»

«In jeder Fabrik gibt es Arbeiter», sagte Großvater Josef, «und jeden Morgen und jeden Abend strömen sie zum Fabriktor hinein und heraus... nur in Wonkas Schokoladenfabrik nicht! Hast du schon jemals auch nur einen einzigen Menschen dort hineingehen oder herauskommen sehen?»

Der kleine Charlie sah seine vier Großeltern langsam und der Reihe nach an, und alle vier schauten ihn an. Ihre lächelnden Gesichter wirkten freundlich und gleichzeitig ganz ernsthaft. In keinem war irgendein Anzeichen dafür zu entdecken, daß sie sich über Charlie lustig machten.

«Nun, hast du schon mal jemanden hineingehen oder herauskommen sehen, oder nicht?» fragte Großvater Josef.

«Ich... ich erinnere mich nicht, Großvater. Jedesmal, wenn ich an der Fabrik vorbeikomme, ist das eiserne Tor geschlossen», stotterte Charlie.

«Siehst du!» sagte Großvater Josef.

«Aber es müssen doch Leute dort arbeiten...»

«Keine gewöhnlichen Leute, Charlie.»

«Was für welche?»

«Das ist es ja gerade... Da sieht man wieder, wie gescheit dieser Herr Wonka ist.»

«Charlie, es ist Zeit zum Schlafengehen», sagte seine Mutter von der Tür her.

«Bitte, Mutter, ich muß nur eben noch hören...»

«Morgen, Liebling.»

«Ja, morgen abend erzähle ich dir den Rest der Geschichte», sagte Großvater Josef.

4. Die geheimnisvollen Arbeiter

Am nächsten Abend erzählte dann Großvater Josef die Geschichte weiter.

«Weiß du, Charlie, es ist noch gar nicht so sehr lange her, da haben Tausende von Menschen in Herrn Wonkas Schokoladenfabrik gearbeitet. Aber eines Tages hat Herr Wonka plötzlich alle seine Leute bis auf den letzten Mann entlassen und ihnen gesagt, sie müßten nach Hause gehen und könnten nie wieder bei ihm arbeiten.»



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