
»Zu Viktorias Zeiten gab es bestimmt noch keine Schreibblöcke«, sagte Stephanie. Sie schob die Blätter auf ihrem Schreibtisch umher. Als sie im Juni nach Moose-Look zum Weekly Islander gekommen war, hatte man ihr den kleinsten Tisch hinten in der Ecke zugewiesen, kaum größer als in der Grundschule. Mitte Juli war sie zu einem größeren in der Mitte des Raumes aufgerückt. Das freute sie, aber mehr Platz auf dem Tisch bot auch mehr Gelegenheit, Sachen zu verlieren. Sie suchte herum, bis sie einen pinkfarbenen Handzettel fand.
»Weiß einer von euch, welcher Organisation der Gewinn des diesjährigen Heuwagenausflugs mit anschließendem Picknick von Gernerds Hof zugute kommt, ›diesmal mit Musik von Little Jonna Jaye und den Straw Hill Boys‹?«
»Wahrscheinlich Sam Gernerd, seiner Frau, ihren fünf Kindern und den diversen Gläubigern«, erklärte Vince. Sein Computer piepste. »Was ich dir schon länger sagen wollte, Steffi: Du machst das toll mit deiner kleinen Kolumne.«
»Ja, das stimmt«, pflichtete Dave ihm bei. »Wir haben über zwanzig Leserbriefe bekommen, und nur einer war negativ, aber der war von Edina Steen, der Grammatikpäpstin, und die ist völlig verrückt.«
»Absolut durch den Wind«, stimmte Vince ihm zu.
Stephanie lächelte. Sie fragte sich, wie oft man nach der Kindheit so eine ungetrübte, schlichte Freude empfand.
»Danke«, sagte sie. »Danke euch beiden.«
Und dann: »Darf ich euch etwas fragen? Geradeheraus?«
Vince drehte sich in seinem Stuhl herum. »Was du willst, Hauptsache, ich muss mich nicht mit Mrs Dunwoodie und dem Hydranten beschäftigen«, sagte er.
»Und ich mich nicht mit den nervigen Rechnungen«, ergänzte Dave. »Obwohl die heute noch fertig werden müssen.«
