Vince nickte. »Kann sein. Vor sieben, acht oder vielleicht auch neun Jahren. In einer Sonntagsbeilage. Obwohl, das kann auch das Journal in Providence gewesen sein. Jedenfalls hat das Sunday Telegram aus Portland die Geschichte über die Mormonen gebracht, die in Freeport auftauchten und eine Mine in der Wüste von Maine versenken wollten …«

»Und die ›Lichter an der Küste‹ von 1951 tauchen zu Halloween jedes Jahr wieder in den Zeitungen auf«, ergänzte Dave vergnügt. »Und auf UFO-Webseiten.«

»Und letztes Jahr hat eine Frau ein Buch über die Vergiftungsopfer des Kirchenpicknicks von Tashmore geschrieben«, schloss Vince. Das war das letzte der so genannten »ungelösten Rätsel« gewesen, die sie dem Globe-Journalisten beim Essen aufgetischt hatten. Kurz darauf war Hanratty zu dem Schluss gekommen, dass er doch die Fähre um halb zwei noch nehmen sollte. Irgendwie hatte Stephanie jetzt das Gefühl, dass sie ihm das nicht übel nehmen konnte.

»Ihr habt ihn also an der Nase herumgeführt«, sagte sie. »Habt ihm uralte Geschichten vorgesetzt.«

»Aber nein, meine Liebe«, sagte Vince und klang diesmal aufrichtig empört. (Nun ja, vielleicht, dachte Stephanie.) »Jede dieser Geschichten ist nach bestem Wissen und Gewissen ein ungelöstes Rätsel von der Küste Neuenglands, ja, sogar aus unserer Gegend.«

»Wir konnten doch nicht wissen, dass er all die Geschichten schon kennt; also mussten wir sie ihm doch erzählen«, erklärte Dave. »Obwohl, überrascht hat es uns nicht.«

»Kein Stück«, stimmte Vince zu. Seine Augen funkelten.

»Ganz schön olle Kamellen, muss ich zugeben. Aber wir haben uns ein leckeres Mittagessen damit verdient, was? Wir konnten beobachten, wie das Geld in Umlauf geht und da landet, wo es gebraucht wird … nämlich bei Helen Hafner.«



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