Dave unterbrach sich und stand auf. »Ich hole mir eine Cola aus dem Kühlschrank«, sagte er. »Ich habe einen trockenen Mund und die Geschichte ist noch lang. Sonst noch jemand?«

Tatsächlich wollten alle etwas trinken, und da Stephanie diejenige war, die unterhalten wurde (wenn das das richtige Wort war), ging sie die Getränke holen. Als sie zurückkam, standen beide Männer am Geländer, betrachteten das Meer und das Festland dahinter. Sie gesellte sich zu ihnen, stellte das alte Blechtablett auf die breite Brüstung und reichte jedem ein Glas.

»Wo war ich stehen geblieben?«, fragte Dave, nachdem er einen großen Schluck getrunken hatte.

»Das weißt du ganz genau«, gab Vince zurück. »An der Stelle, wo unser späterer Bürgermeister und Nancy Arnault, die inzwischen weiß Gott wo ist, wahrscheinlich in Kalifornien – die Guten versuchen immer, so weit wie es ohne Reisepass möglich ist, von der Insel fortzukommen –, Colorado Kid tot am Hammock Beach finden.«

»Ah jo. Nun Johnny wollte mit ihr zum nächsten Telefon laufen, das wäre vor der öffentlichen Bücherei gewesen. Er wollte George Wournos anrufen, den damaligen Wachtmeister von Moose-Look, längst in die ewigen Jagdgründe eingegangen, der Gute. Nancy war einverstanden, aber zuerst sollte Johnny ›den Mann‹ wieder aufsetzen. Sie nannte ihn immer ›den Mann‹. Nie ›den Toten‹ oder ›die Leiche‹, sondern immer nur ›den Mann‹.

Johnny sagte: ›Ich glaube nicht, dass es die Polizei gut findet, wenn wir ihn bewegen, Nan.‹

Nancy meinte: ›Du hast ihn schon bewegt, du sollst ihn nur wieder so hinsetzen, wie er war.‹

Und er erwiderte: ›Das habe ich nur getan, weil du es wolltest.‹

Worauf sie antwortete: ›Bitte, Johnny, ich kann es nicht ertragen, ihn da so liegen zu sehen, ich will ihn nicht so in Erinnerung behalten.‹ Dann begann sie zu weinen und damit war die Sache geklärt. Johnny ging zurück zur Leiche, die noch immer auf der linken Seite im Sand lag.



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