»Natürlich«, sagte Stephanie.

»Also, für den Typ vom Globe wird das so laufen: Auf der Rückfahrt schreibt er ›Mittagessen, Grey Gull, Moose-Lookit Island‹ und ›Serie: Ungelöste Rätsel Neuenglands‹ in seinen kleinen Spesenblock. Wenn er ehrlich ist, notiert er hundert Dollar, aber wenn er auch nur die geringste kriminelle Energie besitzt, schreibt er hundertzwanzig auf und geht mit seiner Freundin für die restlichen zwanzig ins Kino. Verstehst du?«

»Ja«, entgegnete Stephanie. Mit vorwurfsvollem Blick trank sie ihren Eistee aus. »Das finde ich ganz schön zynisch.«


»Nein, wenn ich zynisch wäre, hätte ich hundertdreißig gesagt«, gab Vince zurück. Dave musste lachen. »Auf jeden Fall hat er hundert hier gelassen, das sind mindestens fünfunddreißig Dollar zu viel, selbst wenn man zwanzig Prozent Trinkgeld draufrechnet. Deshalb habe ich das Geld an mich genommen. Wenn Helen die Rechnung bringt, unterschreibe ich und lasse sie an den Islander schicken.«

»Du gibst ihr hoffentlich mehr als zwanzig Prozent Trinkgeld«, sagte Stephanie, »in Anbetracht ihrer Situation zu Hause.«

»Nein, da irrst du dich«, sagte Vince.

»Aha. Und wieso?«

Geduldig sah er sie an. »Was glaubst du wohl? Dass ich ein geiziger Opa bin? Ein knickriger Yankee?«

»Nein, das glaube ich genauso wenig, wie dass Schwarze faul sind oder Franzosen den ganzen Tag an Sex denken.«

»Dann setz mal deine kleinen grauen Zellen in Bewegung! Gott hat dir genug gegeben.«

Stephanie strengte sich an. Neugierig betrachteten die beiden Männer sie.

»Helen will keine Almosen«, sagte sie schließlich. Vince und Dave schauten sich amüsiert an.



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