»Für mich nicht. Steffi, du?«

Sie schüttelte den Kopf. Mit gewissem Bedauern schloss sich Dave Bowie ihr an.

Helen schenkte (falls das das richtige Wort war) Vince Teague einen abschätzenden Blick: »Du könntest etwas mehr auf den Rippen vertragen, Vince.«

»Der Suppenkasper und der Vielfraß, das sind Dave und ich«, sagte Vince grinsend.

»Ah jo.« Helen warf Stephanie einen Blick zu. Rasch kniff sie ein Auge zu, ein kurzes Zwinkern, das überraschend viel Humor verriet. »Da haben Sie sich ja zwei ausgesucht, Miss«, sagte sie.

»Die sind schon in Ordnung«, gab Stephanie zurück.

»Klar, und als Nächstes gehen Sie direkt zur New York Times«, entgegnete Helen. Sie sammelte die Teller ein.

»Komme gleich wieder.« Dann stapfte sie davon.

»Wenn sie die vierzig Dollar findet«, meinte Stephanie, »weiß sie dann, von wem sie sind?« Auf der Terrasse saßen rund ein Dutzend Gäste, die Kaffee, Eistee und Nachmittagsbier tranken oder den Schoko-Kirsch-Kuchen aßen, der nicht auf der Karte stand. Nicht alle sahen so betucht aus, als könnten sie der Kellnerin vierzig Dollar zustecken.

»Wahrscheinlich schon«, sagte Vince. »Aber sag mir eins, Steffi.«

»Was denn?«

»Wenn sie es nicht wüsste, wäre das dann so schlimm?«

»Ich weiß nicht, was du –«

»Ich glaube schon«, unterbrach er sie. »Na los, zurück an die Arbeit. Die Nachrichten warten nicht.«


2

Was Stephanie beim Weekly Islander am besten gefiel, was sie selbst nach drei Monaten unermüdlichen Artikelschreibens verzückte, war der Umstand, dass man an einem sonnigen Tag nur von seinem Schreibtisch aufstehen und sechs Schritte gehen musste, um den herrlichsten Blick auf die Küste Maines zu haben.



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