Greg begann zu stöhnen, bevor jemand antworten konnte, und als er versuchte, sich aufzurappeln, wirkte er benommen, desorientiert und schrecklich alt.

Vicky umfaßte seine Schultern, um ihn zu stützen. Gequält, voll Rührung und Dankbarkeit blickte er sie an, sah das Blut an ihrem Kleid und bat sie um Entschuldigung.

»Entschuldigung!« rief Vicky verständnislos. »Wofür denn?«

Er antwortete nicht, aber was er meinte, war klar: Es tat ihm leid, daß er sie nicht hatte beschützen können. Ich wertete es als gutes Zeichen, offenbar wußte er, wo er war und was passiert war.

Der Polizist rief über das Sprechfunkgerät, das er am Gürtel trug, den Krankenwagen und fragte Vicky dann bemerkenswert freundlich, was eigentlich vorgefallen sei. Sie blickte zu ihm hoch und versuchte zu antworten, doch die Sätze kamen unzusammenhängend und unter halb hysterischen Atemstößen heraus, wie Gedankensplitter.

»Gregs Brieftasche . die haben seinen Kopf gegen den Wagen geknallt ... Schatten ... hab sie nicht gesehen ... er wollte ... na ja, er wollte mir die Ringe abnehmen ... die Flugscheine ... es ist die Hochzeit meiner Tochter ... ich hätte ihn umgebracht ...«

Sie hörte auf zu reden, als wüßte sie selbst, daß es ungereimtes Zeug war, und sah hilflos von einem zum andern.

»Lassen Sie sich Zeit, Ma’am«, sagte der Polizist. »Nur langsam.«

Sie holte tief Atem und versuchte es noch einmal. »Die haben da gelauert ... hinter dem Wagen ... ich könnte sie umbringen ... Sie haben sich auf Greg gestürzt, als er rüber ist ... ich hasse sie ... Ich hoffe, die brechen sich das Genick .«

Sie hatte rote Flecke über den Backenknochen von der extremen Anspannung, und ähnlich gerötete Stellen an Kinn und Hals. An ihrem Hals war auch Blut, ziemlich viel sogar.

»Es geht Ihnen schon besser«, sagte der Polizist.



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