Liebe und Treue! Glauben Sie dran, Pedro?


Pedro.

Sie können scherzen und fragen?


Claudine.

Treue Herzen!

Männer scherzen

Über treue Liebe nur.


Pedro.

Drüber scherzen

Schlechte Herzen

Nur, verderbte Männer nur.


Claudine.

Aber sag, wo sind die Rechten,

Und wie kennt man sie von Schlechten?

Sieht man's 'en an den Augen an?


Pedro.

Zwar verstellen sich die Schlechten,

Blicken, seufzen wie die Rechten;

Doch das geht so lang nicht an.


Claudine.

Ach, des Betrugs ist viel;

Wir Arme sind ihr Spiel!


Pedro.

Wer findt ein treues Blut,

Findt drum ein edel Gut.


Claudine.

Ach, nur zu viel

Ein Sonntagsspiel!


Pedro.

Ein treues Blut

Ein edel Gut!

In dem Schluß des Duetts hört man schon von weitem singen Camillen und Sibyllen, die singend näher kommen.


Beide.

Vom hohen Sternenrund

Bis 'nunter in tiefen Erdengrund

Muß nichts so schön, so Liebes sein

Als nur mein Schätzel allein!

Sie treten herein.


Camille.

Er ist der Stärkst im ganzen Land,

Ist kühn und sittsam und gewandt,

Und bitten kann er, betteln, fein;

Es sag einmal eins: Nein!


Sibylle.

Guten Abend! Wie treffen wir einander hier? Allons, Chorus!


Alle Vier.



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