Ranger versahen ihren Dienst in kleinen beweglichen Trupps, die als Vorhut größerer Verbände operierten und gefährliches Terrain zu erkunden hatten. Diese kleinen Trupps bestanden aus mutigen, tüchtigen Kämpen, waren aber letztlich entbehrlich. Der Sold war gut, aber MacNeil hätte auch umsonst gedient, was er natürlich nicht laut sagte, weil man ihn womöglich beim Wort genommen hätte. Unter den Rangern fand er so viel Nervenkitzel, wie er brauchte, und noch mehr. Jetzt studierte er das Fort und schmunzelte vor sich hin. Er spürte, vor einer großen Herausforderung zu stehen. Und MacNeil liebte es, herausgefordert zu sein.

Das Schmunzeln verschwand allmählich aus seinem Gesicht. Das Problem mit Herausforderungen bestand häufig darin, dass sie viel Zeit in Anspruch nahmen. Die aber war in seinem Fall begrenzt. Er und seine Gefährten mussten in spätestens drei Tagen herausgefunden haben, was es mit dem Fort auf sich hatte. Danach würde ein Bataillon schwer bewaffneter Gardisten anrücken - mit dem Auftrag, das Fort neu zu besetzen. Wenn sie denen bis dahin nicht den Weg geebnet hätten, würden sie — er und die Gefährten - ernste Konsequenzen zu tragen haben. Womöglich würden Köpfe rollen. Und das nicht nur im übertragenen Sinne.

Aus dem Hintergrund tönte Hufgetrappel - und wenig später tauchte die Hexe namens Constance aus dem Dunkel des Waldes auf. Sie schloss zu MacNeil auf, warf ihm einen kurzen, lächelnden Blick zu und spähte wachen Auges auf die Lichtung und das Fort hinaus. Constance war eine große, hübsche Brünette, die weniger elegant als stolz und entschlossen im Sattel saß.



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