
Etwa im Zentrum, neben dem Bahnhof, erhob sich ein stählerner Obelisk, der zu Ehren des ersten Fluges zum Mars errichtet worden war. Ihn schmückten Basreliefs der vier Männer, die an diesem historischen Flug teilgenommen hatten.
Dieses Denkmal machte Melnikow immer verlegen, und er versuchte Olga abzulenken, damit sie sein Abbild nicht sähe, das ausgerechnet an der dem Bahnhof zugekehrten Seite angebracht war.
„Weißt du noch“, sagte er und wies auf ein Dach, „wie vor acht Jahren Sergej Alexandrowitsch, den wir für tot gehalten hatten, dort stand und die Landung des ›SSSR-KS 2‹ beobachtete? Wie traurig war unsere Heimkehr gewesen, aber was für eine riesige Freude erwartete uns! Den Augenblick, in dem wir ihn sahen, werde ich nie vergessen.“ Olga drückte dankbar die Hand ihres Mannes.
Sie stiegen aus dem Wagen und gingen die breite Treppe hinauf. Der Wachtposten trat auf sie zu, um nach dem Passierschein zu fragen, doch als er Melnikow erkannte, zog er sich schweigend zurück und legte die Hand an den Mützenschirm.
Die riesige Vorhalle war mit rotem Marmor getäfelt. Durch das Glasdach fiel das Sonnenlicht ein und füllte die ganze Halle, die wie immer menschenleer war. Eine breite Glastür führte auf das Flugfeld hinaus, doch Melnikow geleitete seine Frau durch einen Seitenausgang.
Der Stille nach zu schließen, die weit und breit herrschte, schien niemand in dem ganzen Gebäude zu sein, aber gleich hinter ihnen trat hastig ein mittelgroßer Mann heraus, der eine blaue Arbeitskombination trug.
Olga erkannte ihn sofort, obwohl sie ihn nie persönlich gesehen hatte. Die Zeitungen hatten sein Porträt gebracht. Der Name dieses Mannes war untrennbar mit den Raumfahrten verbunden, obwohl er an keiner einzigen teilgenommen hatte. Er hatte alle Raumschiffe, die von diesem Flughafen aus ihre Fahrt begannen, startklar gemacht, angefangen von jenem ersten, mit dem Sergej Alexandrowitsch Kamow seinerzeit zum Mond startete. Er war der Direktor des Flughafens, Ingenieur Larin.
