Wenn der Strom nach hinten gerichtet wird, fliegt das Schiff geradeaus, arbeitet aber die linke Düse, weicht das Heck nach rechts ab, und das Schiff verändert den Kurs nach links. Außerdem kann auch mit den Gasrudern gesteuert werden, die im Innern der Düsen angebracht sind. Der Gasstrom, der die Ruderfläche umströmt, weicht, wenn das Ruder gedreht wird, zur Seite aus und verändert so die Flugrichtung des Schiffes. Bloß ist der Winkel, in dem sich die Fahrtrichtung ändert, in diesem Fall kleiner als bei der Düsensteuerung.“

„Die Steuerung eines Weltraumschiffes ist wohl außerordentlich schwierig“, sagte Orlow nachdenklich.

„Gewiß, sie ist schwierig, aber die Automatik hilft dem Menschen. Die Schwierigkeit liegt nicht in der Steuerung selbst, sondern in der Berechnung, die vor jedem Manöver erfolgen muß. Es gilt, beinahe mit Augenblickes Schnelle, denjenigen Winkel für die Kursänderung zu ermitteln, der für Schiff und Besatzung ungefährlich ist. Das Schiff fliegt ja mit ungeheurer Geschwindigkeit. Dabei helfen uns die elektronischen Rechenmaschinen, mit denen ›SSSR-KS 3‹ ausgerüstet ist. Die Kursänderung selbst wird automatisch ausgeführt. Der Kommandant braucht beispielsweise bloß den Hebel für eine Linkswendung auf den entsprechenden Winkel einzustellen, und die Automaten schalten selbständig die entsprechenden Düsen ein oder drehen die Ruder entsprechend. Sobald das Schiff die Kursänderung vollzogen hat, fliegt es von selber wieder geradeaus. Ebenso automatisch können auch kompliziertere Manöver ausgeführt werden. Außerdem gibt es einen Autopiloten, einen selbsttätigen Piloten also, der das Schiff ohne Mitwirkung des Menschen steuert und bei der Begegnung mit einem sehr großen Meteoriten automatisch ausweicht.“

„Und wenn man einem kleinen begegnet?“

„Die Radioprojektoren des Schiffes sind in der Lage, einen Meteoriten auf fünftausend Kilometer Entfernung zu orten, auch wenn er nur ein paar Zentimeter groß ist.



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