„Die Taucheranzüge sind für die Professoren Balandin, Korzewski und Romanow bestimmt“, erklärte Orlow. „Boris Nikolajewitsch und ich werden sie nicht benützen.“ Er sagte dies wie nebenbei, aber Melnikow merkte, daß der Astronom ein zweites Mal einen Fehler gutmachen wollte, der ihm unterlaufen war, und er schalt sich in Gedanken. Wie hatte er außer acht lassen können, daß diese für ihn interessanten Einzelheiten Olga in Aufregung versetzen mußten.

„Als stellvertretender Kommandant“, sagte er, „muß ich fast die ganze Zeit an Bord bleiben…“

„Ich weiß“ — Olga fiel ihm ins Wort —, „eure Expedition ist von Gefahren umlauert. Mit diesem Gedanken habe ich mich schon abgefunden und mache mir deswegen keine Sorgen mehr.“ Ihr bleiches Gesicht sprach von etwas anderem.

Peinliches Schweigen trat ein.

„Ich glaube, für heute genügt es“, meinte Orlow. „Olga Sergejewna ist sicherlich müde.“

„Nirgends hat man hier Gelegenheit, sich zu setzen!“ sagte Melnikow ärgerlich. „Auf dem Fußboden könnten wir ausruhen.

Er ist weich.“

„Wir werden lieber hinausgehen.“ Olga sah ihren Mann mit sanftem Vorwurf an. „Ihm macht es nichts aus, Tage und Nächte auf seinem Schiff zu verbringen“, setzte sie, an Orlow gewandt, hinzu.

Nachdem sie lange von einem Korridor in den anderen gegangen waren, gelangten sie endlich zu einer Ausgangsschleuse.

„Auf eurem Schiff kann man sich verlaufen wie in einer fremden Stadt“, sagte Olga, als sie wieder auf dem Boden der Startbahn stand.

Mit einem Gefühl der Erleichterung blickte sie zum blauen Himmel hinauf, der zwischen der steilen Wand des Grabens und der Bordwand des Weltraumschiffes hindurchlugte, und dachte, daß es auf der Erde immerhin besser sei als in der düsteren Unendlichkeit des Weltalls.



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