
„Es wird Zeit“, sagte Melnikow leise, zu Belopolski gewandt.
„Vielen wird das Warten zur Qual.“ Die Zeiger der Wanduhr in der Halle zeigten auf viertel zwölf.
„Wann kommt er denn endlich?“ fragte Konstantin Jewgenjewitsch.
„Auf der Chaussee wird der Teufel los sein“, sagte jemand in der Nähe. „Gut möglich, daß Sergej Alexandrowitschs Wagen aufgehalten wurde.“
„Mich sollte es nicht wundern, wenn die Menschen ihn samt seinem Wagen auf Händen hertrügen!“ Melnikow brach in ein schallendes Gelächter aus.
In diesem Augenblick schwoll das Stimmengewirr, das man die ganze Zeit durch die offenen Fenster gehört hatte, heftig an und ging in ein ohrenbetäubendes Getöse über, das sich schnell dem Bahnhof näherte. Der Mann, auf den alle warteten, schien nicht mehr fern zu sein.
Alle machten Platz und gaben einen breiten Gang von der Tür bis zu der Stelle, an der Belopolski stand, frei. Die Reporter hielten ihre Apparate über den Kopf und drängten näher zur Tür.
Die Bahnhofshalle betrat der Direktor des Kosmischen Instituts, der mit vier goldenen Ziolkowski-Medaillen ausgezeichnete Held der sozialistischen Arbeit Sergej Alexandrowitsch Kamow in Begleitung des Präsidenten der Akademie der Wissenschaften der UdSSR und des schlohweißen Akademiemitglieds Woloschin.
Er blieb einen Augenblick stehen, dankte mit einer Handbewegung für den lebhaften Beifall der Versammelten und ging mit raschen Schritten quer durch die Halle auf Belopolski zu.
Melnikow beobachtete, wie Kamow mit einem flüchtigen Blick Olga streifte, und nahm das anerkennende Lächeln wahr, das in seinem Gesicht aufleuchtete, als er sah, wie ruhig seine Tochter sich hielt.
