
Melnikow ließ seinen Blick über die lange Reihe der Lämpchen gleiten. Sie leuchteten alle grün. Das bedeutete, daß die Räume des Schiffes startklar waren.
Er nahm neben Belopolski Platz und schnallte sich fest im Sessel an.
Die in das Pult eingebaute große Uhr mit einem Sekundenzeiger, der über das ganze Zifferblatt lief, zeigte auf fünf Minuten vor zwölf.
Bei „SSSR-KS 2“ hatte man der geringeren Geschwindigkeit wegen eine genaue Startzeit einhalten müssen. „SSSR-KS 3“ konnte innerhalb weniger Stunden starten, wann immer es ihm beliebte. Die Geschwindigkeit des Schiffes war so groß, daß die Startzeit keine Rolle spielte. Es gab im Sonnensystem außer dem Merkur keinen Planeten, der schneller als das Raumschiff auf seiner Bahn zog — das war die letzte Errungenschaft des von Kamow geleiteten Konstruktionsbüros. Melnikow wußte, daß der Start etwa um zwölf Uhr erfolgen sollte.
„Sehen Sie nach, ob bei der Besatzung alles klar ist!“ befahl Belopolski.
Er drückte rasch auf einige Knöpfe, und verschiedenfarbige kleine Lampen gaben durch kurzes Aufleuchten Antwort auf seine stummen Fragen an Schiffswände, Antriebsaggregate und Automatiken.
Melnikow schaltete den Bildschirm an der rechten Seite ein.
Ein helles Rechteck wurde sichtbar. Dann erblickte man das Innere einer der Gemeinschaftskajüten. In ihr befanden sich sechs Personen. Sie lagen in weichen „Lederwiegen“, die mit Gummistoßdämpfern an den Wänden befestigt waren. Paitschadse stand neben seiner „Wiege“ und sah zum Bildschirm.
„Seid ihr fertig?“ fragte Melnikow.
„Alles klar, Genosse Stellvertretender Expeditionsleiter“, antwortete Paitschadse knapp und unterstrich durch seinen offiziellen Ton die Feierlichkeit des Augenblicks.
„Legt euch hin! Wir werden jetzt starten!“ Die übrigen vier Besatzungsmitglieder hielten sich in der anderen Gemeinschaftskajüte auf, die, nachdem Melnikow auf einen Knopf gedrückt hatte, ebenfalls auf dem Bildschirm sichtbar wurde. Professor Balandin antwortete genauso dienstlich wie Paitschadse.
