»Status«, forderte Rees knapp.

Der Maulwurf rollte aus. Er antwortete wie immer: »Schwere Sensorstörung.« Seine dünne, flache Stimme kam von irgendwoher aus seinem glatten Körper.

Oft schon war Rees der Gedanke gekommen, daß er viel von dem, was ihn an der Welt erstaunte, verstehen würde, wenn er wüßte, welche Information sich hinter dieser kurzen Aussage verbarg.

Der Maulwurf bewegte einen Arm von seiner Nase weg. Er griff damit in die Körbe auf seinem Rücken und begann, kopfgroße Brocken auf einen Haufen auf dem Boden der Kammer zu legen. Rees beobachtete den Maulwurf einige Minuten lang bei seiner Arbeit. Rund um die Grabwerkzeuge, die Radachsen und die Punkte, wo die Körbe angebracht waren, waren grobe Schweißspuren zu sehen; außerdem wies die Verkleidung des Maulwurfs lange, dünne Schrammen auf, an denen klar zu erkennen war, wo vor langer Zeit die Instrumente abmontiert worden waren. Rees schloß die Augen halb, damit er nur die breiten, zylindrischen Konturen des Maulwurfs erkennen konnte. Was hatte sich wohl dort an der Verkleidung befunden, wo jetzt die Schrammen zu sehen waren? In einer plötzlichen Eingebung stellte er sich vor, daß die Düsen, die den Gürtel auf seiner Umlaufbahn hielten, an dem Maulwurf angebracht gewesen waren. Vor seinem geistigen Auge bewegten sich die Komponenten umher und gruppierten sich in verschiedenen Graden der Wahrscheinlichkeit immer wieder neu. Waren die Düsen vielleicht wirklich einmal an den Maulwurf angeflanscht gewesen? War der Maulwurf früher eine Art fliegende Maschine gewesen, die man für die Arbeit hier unten umgerüstet hatte?

Aber wahrscheinlich waren es andere Geräte gewesen, die an der Stelle gesessen hatten, an der sich jetzt die Schrammen befanden — Geräte, die schon längst außer Dienst gestellt worden waren und die er sich jetzt nicht einmal mehr vorstellen konnte wahrscheinlich die ›Sensoren‹, von denen der Maulwurf sprach.



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