Eine irrationale Dankbarkeit gegenüber den Maulwürfen überkam ihn. In seinem ganzen zusammenbrechenden Universum stellten sie, rätselhaft, wie sie waren, das einzige Element der Fremdheit und Andersartigkeit dar; sie waren das einzige, was seine Phantasie beschäftigte. Als er vor hundert Schichten zum erstenmal zu spekulieren begonnen hatte, ob die Dinge vielleicht irgendwo, irgendwann anders gewesen waren, hatte ein Maulwurf ihn überraschend gefragt, ob er immer noch finde, daß die Luft des Nebels schwer zu atmen sei.

»Maulwurf«, sagte er.

Ein gegliederter Metallarm schwenkte von der Nase des Maulwurfs weg, und eine Kamera richtete sich auf Rees.

»Der Himmel hat heute ein bißchen roter ausgesehen.«

Der Transfer der Eisenbrocken verlangsamte sich nicht, aber die kleine Linse blieb unbeweglich. Irgendwo auf dem Vorderteil des Maulwurfs begann eine rote Lampe zu blinken. »Bitte Spektrometer-Daten eingeben.«

»Ich weiß nicht, was du meinst«, sagte Rees. »Und selbst, wenn ich es wüßte: ich habe kein ›Spektrometer‹«.

»Bitte Eingabedaten quantifizieren.«

»Ich verstehe immer noch nicht«, sagte Rees ungeduldig.

Die Maschine beobachtete ihn noch ein paar Sekunden lang. »Wie rot ist der Himmel?«

Rees öffnete den Mund — und zögerte, suchte nach Worten. »Ich weiß nicht. Rot eben. Dunkler als sonst. Aber nicht so dunkelrot wie Blut.«

Die Linse öffnete sich mit einem scharlachroten Leuchten. »Bitte Brennweite einstellen.«

Rees stellte sich vor, daß es der Himmel sei, auf den er blickte. »Nein, nicht so hell.«

Das Leuchten veränderte sich innerhalb eines engen Spektrums, von karmesinrot bis hin zu einem schmutzig-blutigen Farbton.



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