Der Gürtel war ein Kreis von ungefähr achthundert Metern Durchmesser, eine Kette von heruntergekommenen Wohnbaracken und Arbeitsplätzen, die durch Seile und Röhren verbunden wurden. In der Mitte des Gürtels befand sich die Mine selber, ein hundert Meter breiter, ausgeglühter Sternenkern; Förderkabel baumelten von dem Gürtel herunter zu der Oberfläche des Sternenkerns und kratzten mit einer Geschwindigkeit von einigen Metern pro Sekunde an der rostigen Kugel.

Hier und da gab es massive Röhrenöffnungen aus weißem Metall, die an den Wänden und Dächern des Gürtels angebracht waren; alle paar Minuten kam ein Dampfstoß aus einer dieser Mündungen, und der hintere Teil des Gürtel begann sich unmerklich schneller zu bewegen, wodurch er die Bremswirkung des Luftwiderstandes ausglich. Rees betrachtete den glatten Rand der ihm am nächsten positionierten Röhrenmündung; sie war auf dem Dach seines Nachbarn angebracht, und man sah, daß sie hastig zugeschnitten und geschweißt worden war. Wie gewöhnlich wurde seine Aufmerksamkeit durch zufällige Spekulationen abgelenkt. Von welchem Schiff oder von welchem anderen Gerät stammte das Rohr? Wer waren die Männer, die es herausgeschnitten hatten? Und warum waren sie hergekommen…?

Schon wieder der Brandgeruch. Er schüttelte den Kopf und versuchte, sich zu konzentrieren.

Es war Schichtwechsel, und hier und da bewegte sich etwas um die Kabinen auf dem Gürtel, als die Arbeiter, mißmutig und müde, sich in ihre Hängematten begaben — und, als ungefähr einen Vierteldurchmesser des Gürtels von ihm entfernt, ein Rauchschwaden durch die Gießerei schwebte. Er sah, wie immer wieder Männer in den hellgrauen Nebel eintauchten. Als sie wieder hochkamen, schleppten sie schlaffe, geschwärzte Pakete.

Leichen?

Mit einem leisen Schrei wirbelte er herum, ergriff das Seil und hangelte sich, so schnell er konnte, über die Kabinendächer und — wände mit ihrer minimalen Gravitationswirkung zu der Gießerei.



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