Seine Kabine war mit der seines Nachbarn durch ein paar Meter ausfransender Seile und durch lange, rostige Rohre verbunden; er hangelte sich ein Stück an dem Seil entlang und hing dort, mit den Augen die Welt um sich herum nach der Quelle des stechenden Geruchs absuchend.

Die Atmosphäre des Nebels war wie immer blutrot. Im Hinterkopf versuchte er, diese Röte zu beschreiben — war sie intensiver als bei der letzten Schicht? —, während seine Augen über die Objekte wanderten, die über und unter dem Nebel verstreut waren. Die Wolken sahen aus wie Ballen aus hellgrauem Stoff, die kilometerweit in der Luft verstreut waren. Sterne fielen zwischen den Wolken hindurch — ein langsamer, endloser Regen, der zu dem Kern hinuntertaumelte. Das Licht der kilometerbreiten Sphären warf schwankende Schatten auf die Wolken, die gefällten Bäume und die riesigen Flecken in der Luft, die wie Wale aussahen. Hier und da sah er einen kleinen Blitz, der das Ende der kurzen Existenz eines der Sterne bedeutete.

Wie viele Sterne mochte es da geben?

Als Kind war Rees mit großen Augen zwischen den Kabeln herumgeklettert und hatte die Grenzen seines Wissens und seiner Geduld erforscht. Jetzt vermutete er, daß es zahllose Sterne gab, mehr als er Haare auf dem Kopf… oder Gedanken im Kopf hatte, oder Wörter auf der Zunge. Er hob den Kopf und wanderte mit den Augen über einen Himmel, der voller Sterne war. Es war, als ob er in einer großen Lichtwolke hängen würde; die kugeligen Sterne wurden mit wachsender Entfernung zu Lichtpunkten, so daß der Himmel selbst ein rotgelb glühender Vorhang war.

Der Brandgeruch, der durch die dünne Luft sickerte, zog erneut seine Aufmerksamkeit auf sich. Er klammerte seine Zehen um das Kabinenkabel, löste seine Hände, streckte sich mit der Fliehkraft des Gürtels und betrachtete von seinem neuen Aussichtspunkt aus sein Heim.



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