
Alistair Blunt sah ihn neugierig an.
«Das will ich gern tun – natürlich. Warum? Ist es wichtig?»
«Ich habe so eine Ahnung», sagte Poirot, «dass es sogar sehr wichtig sein könnte.»
Sie gingen gerade die Stufen vor dem Haus hinunter, als ein Wagen vorfuhr. Es war einer jener «sportlichen» Wagen, bei denen man sich, um auszusteigen, portionsweise unter dem Steuerrad hindurchquetschen muss.
Das junge Mädchen, das diese gymnastische Übung vollführte, schien hauptsächlich aus Armen und Beinen zu bestehen. Die beiden Männer waren noch einige Schritte vom Haus entfernt, als die Befreiung endlich glückte.
Das Mädchen stand auf dem Trottoir und sah ihnen nach. Dann rief sie plötzlich mit kräftiger Stimme: «He!»
Keiner von beiden drehte sich um, denn weder Japp noch Poirot ahnten, dass der Ruf ihnen galt. Das Mädchen rief nochmals: «He! He! Sie dort!»
Sie blieben stehen und schauten fragend zurück. Das Mädchen ging auf sie zu. Der Eindruck, sie bestehe hauptsächlich aus Armen und Beinen, blieb unverändert. Sie war groß und schlank, und ihr Gesicht strahlte eine Intelligenz und Lebendigkeit aus, die für den Mangel an eigentlicher Schönheit entschädigten. Sie war dunkelhaarig und tiefgebräunt.
«Ich weiß, wer Sie sind – Sie sind dieser Detektiv, Hercule Poirot!»
Ihre Stimme hatte einen tiefen, warmen Klang und den Anflug eines amerikanischen Akzents.
Poirot sagte: «Zu Ihren Diensten, Mademoiselle.»
Ihre Augen streiften seinen Begleiter.
«Chefinspektor Japp», stellte Poirot vor.
Sie riss die Augen auf – fast erschrocken, wie es schien.
Atemlos fragte sie: «Warum sind Sie bei uns gewesen? Es ist – es ist doch Onkel Alistair nichts zugestoßen?»
Poirot fragte rasch: «Warum glauben Sie das, Mademoiselle?»
«Es ist nichts passiert? Gut.»
