
DAS GEHEIMNIS DES VERLASSENEN SCHLOSSES

EINFÜHRUNG. DIE AUSSERIRDISCHEN
Das Zauberland und seine Metropole, die Smaragdenstadt, bevölkerten Stämme von kleinen Menschen - Käuer, Zwinkerer und Schwätzer -, die ein sehr gutes Gedächtnis für alles hatten, worüber sie sich wunderten.
Verwunderlich war für sie das Erscheinen des kleinen Mädchens Elli, deren Häuschen die böse Hexe Gingema wie eine leere Eierschale zerdrückt hatte. Nicht von ungefähr nannten sie Elli deshalb die Fee des Tötenden Häuschens. Nicht geringer war die Verwunderung der Bewohner des Zauberlandes, als sie Ellis Schwester Ann kennenlernten. Auch sie erschien ihnen als Märchenfee. Sie kam auf einem etwas ungewöhnlichen Maulesel geritten, der sich vom Sonnenlicht ernährte, und trug einen Silberreif im Haar, der jeden, der ihn aufsetzte, wenn er zudem den Rubinstein berührte, unsichtbar machte.
Noch viele, viele wundersame Ereignisse, über die die Bewohner erzählen könnten, begaben sich im Zauberland. Nur von einem Wunder wußten sie kaum etwas, wie nämlich ihr Land zum Zauberland geworden war. Es war ja nicht immer von der übrigen Welt durch die Große Wüste abgeschnitten und von den uneinnehmbaren Weltumspannenden Bergen umgeben. Nicht immer hatte über diesem Land die ewige Sonne geleuchtet, nicht immer hatten Vögel und Tiere hier mit Menschenstimmen gesprochen. Zum Zauberland hatte es der große Zauberer Hurrikap gemacht. Hurrikap war zu jenen Zeiten schon alt und gedachte, in den Ruhestand zu treten, weil er sich nach Stille und Einsamkeit sehnte. Deshalb errichtete der mächtige Zauberer ein Schloß weit entfernt vom Zauberland, am Fuße der Berge, und verbot den Bewohnern aufs strengste, sich seiner Wohnstatt zu nähern. Er verwehrte es ihnen sogar, sich seines Namens zu erinnern.
