
„Diese Zivilisation werden wir nicht mit einem Schlag in die Knie zwingen können. Und an jedem x-beliebigen Ort können wir auch nicht landen: Die Diavona' würde abgeschossen werden, bevor wir überhaupt die Ausstiegsluke öffnen." Als echter Menvite und Eroberer glaubte Baan-Nu, daß die Besucher aus dem Weltraum auf Belliora mit Waffengeklirr empfangen würden. So hätte sich nämlich die Bevölkerung auf Rameria verhalten, wenn ein fremdes Raumschiff auf ihrem Planeten gelandet wäre.
Die Menviten beschlossen, einen stillen Ort fern von den Großstädten, Hochseehäfen und mächtigen Befestigungen ausfindig zu machen. Dort wollten sie sich vorläufig verbergen, bis die von Ilsor beaufsichtigten Arbeiter die Hubschrauber montiert hätten: Von Bord der Helikopter aus konnte man leicht die Umgebung erkunden. Noch immer umkreiste das Raumschiff die Belliora. Die Beobachtungen wurden fortgesetzt. Luftproben ergaben, daß sich die Erdatmosphäre wenig von der Atmosphäre auf Rameria unterschied und für die Atmungsorgane der Außerirdischen geeignet war. Wenigstens das war beruhigend, denn keiner könnte Monate oder gar Jahre in Raumanzügen auf einem fremden Planeten leben.
Endlich hatten die Abgesandten von Rameria Glück. Mitten in einer endlosen Wüste entdeckten sie ein großes waldiges Tal, umgeben von einem Ring hoher Berge mit verschneiten Gletschern. Mehrere Male zog das Sternschiff über das Tal hin. Ununterbrochen surrten die TV-Kameras. Es blieb kein Zweifel. Zwischen Wäldern und Feldern konnte man Dörfer mit winzigen Häusern erkennen, und in der Mitte ragte eine wunderschöne Stadt auf, deren Türme und Mauern in einem eigentümlichen, sehr schönen grünen Licht prangten. Nirgendwo war eine Befestigung oder ein Fort zu sehen, nirgends ragten stählerne Kanonenrohre in den Himmel, deren Anblick die Menviten bei ihren ersten Erdumkreisungen so unangenehm überrascht hatte.
