Die Stille in den Flugschlaf-Sektionen schien bereits eine Ewigkeit zu währen. Bisweilen nur ertönte in der Kajüte des Arztes das herrische Signal der Sirene. Dann glitt Lon-Gor rasch, fast unhörbar zu den Zellen, schaltete ein grünes, rotes oder blaues Ventil um, und wieder trat Stille ein.

Mon-So hatte nichts zu tun. Seine Flieger schliefen in ihren Zellen, und Bücher las er nicht gern. Deshalb spielte er meist für sich allein in der Kajüte „Kreuzchen". Hin und wieder streifte er auch ziellos durch die Korridore oder spielte Fußball in den Gängen; das tat er jedoch nur, wenn alle anderen schliefen. Er war Torwart der Fußballmannschaft und mußte trainieren, um fit zu bleiben. Auf Rameria war es üblich, daß jedermann Sport trieb.

Die vier Sternschiffer, die die Weltraumwacht übernommen hatten, machten allmorgendlich, auch hier auf dem Raumschiff, eine besondere Fluggymnastik. Selten einmal verspätete sich dazu Kau-Ruck, höchstens, wenn er sich in einem interessanten Buch festgelesen hatte. Es mußte nicht unbedingt von der Geschichte eines Volkes, von einem außergewöhnlichen Charakter oder von spannenden Abenteuern handeln. KauRuck las genauso gern Bücher über technische Probleme.

Vor dem Abflug hatte der Oberste Gebieter auf Rameria, Guan-Lo, zum General gesagt: „Kau-Ruck ist der befähigste Ihrer Besatzung. Nur aus einem einzigen Grunde ernenne ich ihn nicht zum Kommandanten, er ist nicht zuverlässig genug." Dafür wurde er zum stellvertretenden Kommandanten bestellt.



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