
Doch die Abgesandten des fernen Sterns hatten nichts von dieser langen Reise bemerkt. Für sie war die Zeit stehengeblieben, als fast die gesamte Besatzung in einen Zustand der Anabiose fiel. So bezeichnet man einen langwährenden Schlaf bei tiefer Unterkühlung. Die Sternschiffer waren in speziellen Flugschlaf-Sektionen untergebracht und schliefen dort arglos bereits reichlich siebzehn Jahre. Die Zeit hatte ihre Macht über sie verloren. Das war ein echtes Wunder. Selbst wenn man die Sternschiffer erst nach tausend Jahren wecken würde, so würden sie in derselben Verfassung erwachen, in der sie seinerzeit eingeschläfert worden waren. Einem Uneingeweihten mochten die Sektionen wie riesige Kühltruhen mit einer Vielzahl von Zellen erscheinen, in denen jeweils ein Besatzungsmitglied lag. Die Oberfläche der Zellen war spiegelblank poliert. Bei genauem Hinsehen bemerkte man rote, blaue und grüne Reglerventile. Dazwischen blinkten die verschiedenfarbigen Lämpchen der Kontrollapparatur.
Der Pilot Kau-Ruck saß im Raumobservatorium, berechnete die Position des Raumschiffs und zeichnete den Kurs auf der Sternkarte ein. Außer Kau-Ruck wachten noch drei Männer: der Kommandant, General Baan-Nu, der im Kartenraum die Daten der Geräte kontrollierte; der Arzt Lon-Gor, der den Zustand der schlafenden Besatzung, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raumschiff überwachte, die Zusammensetzung des Sauerstoffs sowie die Zuführung des Kühlmittels, des flüssigen Heliums, regelte. Dann war da noch der Flieger Mon-So, der treue Adjutant des Generals, der stets dienstbeflissen alle Anordnungen ausführte und sich niemals einen Einwand oder gar Widerspruch anmaßte.
