Wenn man mit ihnen sprach, schauten sie einem arglos in die Augen. In solchem Moment war es ein leichtes, den Zauber wirksam werden zu lassen. Euch wird eure gute Erziehung noch teuer zu stehen kommen, dachte Guan-Lo bei sich und knurrte sogar vor Befriedigung. Ihr seid schon heute unsere Sklaven und werdet uns, glaub ich, treue Dienste leisten. Den Menviten be gann er einzureden, daß sie das auserwählte Volk seien und daß alle anderen vernunftbegabten Wesen lediglich dazu geschaffen seien, ihnen zu dienen. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten. Die Menviten warfen sich zu Herren, zu Auserwählten, auf und machten die Arsaken zu ihren Sklaven. Das war ein sehr trauriges Kapitel in der Geschichte der Arsaken.

Als erstes nahmen die Auserwählten den Arsaken ihre melodische ausdrucksvolle Sprache. Das heißt, zunächst lehrten sie sie das Menvitische. Nun hatten sich die Arsaken zwar schon seit langem mit den Menviten verständigen können, fortan verlangten die Menviten jedoch, daß die Arsaken die menvitische Sprache in höchster Vollendung beherrschten wie ihre Muttersprache. Die Arsaken, von Natur wissensdurstig, hatten in der Tat großes Interesse für die Sprache des Nachbarvolkes. Ohne die Gefahr zu ahnen, in die sie sich begaben, erlernten sie rasch die Sprache der Auserwählten und beherrschten sie bald ebenso gut wie ihre Muttersprache.

Darauf verboten die Menviten ihnen, arsakisch zu sprechen, und schlossen alle arsakischen Schulen. Dann heckten sie einen noch teuflischeren Plan aus. Sie luden die Arsaken zu einem rauschenden Fest in den Schloßpark des Obersten Gebieters und begannen die Arsaken an der Festtafel zu hypnotisieren. Ilsor konnte sich gut des ersten Befehls der Menviten erinnern. Er lautete:

„Schau mir in die Augen, schau mir in die Augen und leiste mir Gehorsam, oh Fremdling!"



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