
»Wo bleibst du?« fragte er. »Wir warten schon alle auf dich.« Er trat in die Kabine und legte Mike die Hand auf die Schulter. »Es tut weh, nicht wahr?« Seine Stimme war leise und mitfühlend. Juan war trotz seiner Jugend ganz das, was man sich unter dem klassischen stolzen spanischen Edelmann vorstellte. Daß er jemandem kameradschaftlich die Hand auf die Schulter legte, war beinahe undenkbar. Mike wußte diesen Freundschaftsbeweis durchaus zu schätzen. Trotzdem nickte er nur stumm. Was hätte er auch schon sagen sollen? Der Abschied tat wirklich weh. In den letzten Wochen hatten er und seine Freunde mitgeholfen, defekte Aggregate zu reparieren, und gelernt, wie man viele der Maschinen bediente. Sie hatten hier geschlafen, gelacht, gegessen und wilde Pläne gesponnen, und zumindest für Mike war das Schiff in dieser Zeit mehr zu einer Heimat geworden, als es Andara-House, das Internat, ja selbst das Anwesen seines Vormunds in Indien je gewesen waren. Es war einfach nicht fair, dachte er, daß er all dies nun aufgeben mußte. Natürlich hatte er von Anfang an gewußt, daß sie nur eine begrenzte Zeit hier verbringen würden, Trautman hatte an seinen diesbezüglichen Plänen von Anfang an keinen Zweifel gelassen. Aber Mike hatte jeden Gedanken daran, was nach ihrer Rückkehr nach England geschehen würde, weit von sich geschoben. Und nun war es plötzlich da. »Es ist... nicht fair!« sagte er mit schwankender Stimme. »Es ist einfach nicht gerecht!« »Nein, das ist es nicht«, bestätigte der junge Spanier. »Und das hat auch niemand behauptet. Aber es ist das einzig Vernünftige. Du selbst hast schon auf der Vergessenen Insel eingewilligt, daß die NAUTILUS zerstört wird. Ich kann mir vorstellen, wie dir zumute ist, aber trotzdem ...«
