Glaubst du, er würde sie vernichten, wenn er irgendeine andere Möglichkeit sähe?« Widerstrebend nickte Mike -es nutzte nichts, mit dem Schicksal zu hadern. Die Dinge waren nun einmal, wie sie waren. »Du hast recht«, murmelte er und straffte sich. »Gehen wir.« An der Tür verharrte er noch einmal und ließ seinen Blick durch die Kabine schweifen, die er niemals wiedersehen würde. Die letzten sieben Monate wa

ren ... Nein, es gab keine Worte, um es zu beschreiben. Das große Abenteuer seines Lebens. Aber nun war es vorbei, und vielleicht sollte er versuchen, seinen Schmerz darüber nicht übermächtig werden zu lassen, um sich wenigstens die Erinnerung an diese Zeit so zu bewahren, wie sie es verdiente. Seine Augen brannten. Er mußte einen Tränenschleier fortblinzeln, als er sich endlich mit einem Ruck abwandte und die Tür hinter sich schloß. Sie traten auf den Gang hinaus, der beinahe durch die gesamte Länge des Tauchbootes führte. Im Gegensatz zu dem Unterseeboot, mit dem Kapitän Winterfeld sie entführt hatte (dem einzigen, in dem Mike jemals zuvor gewesen war) und in dem alles so niedrig und schmal gebaut war, daß man schon nach zehn Minuten Platzangst bekam, war die NAUTILUS riesig. Sie war gut hundert Meter lang und besaß mehrere Decks, so daß sie fast schon so etwas wie eine kleine,

schwimmende Stadt aus Stahl war. Trautman und die anderen erwarteten sie in der Kommandozentrale. Die anderen, das waren Ben, André und Chris, wie Mike Schüler in Andara-House, und

dazu Ghunda Singh, der Sikh-Krieger, Mikes Diener und Leibwächter. »Na endlich«, brummte Ben, als Mike und Juan eintraten. Er wollte noch mehr sagen, erntete jedoch einen so scharfen Blick Trautmans, daß er den Mund wieder zuklappte. Ben war vermutlich der einzige, der sich auf das Ende der Reise freute. Anfangs hatte er am schärfsten dagegen protestiert, die NAUTILUS zu zerstören - allerdings nicht, weil er so an dem Schiff hing, sondern weil er fand, es müßte der englischen Marine übergeben werden.



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