
ße nach auf, und ich spieße sie allesamt auf. Das gibt einen Schaschlik, den ihr so schnell nicht wieder vergesst, Leute!«
Die Kobolde traten unauffällig den Rückzug an.
»Wollt ihr wohl stehen bleiben und diesen elenden Fremdling auf der Stelle töten!«, brüllte die Stimme aus den Schatten.
»Wenn du ihn unbedingt tot sehen willst, dann bring ihn doch selber um!«, fauchte der kleinste Kobold und sah sich schon einmal nach dem günstigsten Fluchtweg um. »Der ganze Schlamassel ist ohnehin deine Schuld. Wir hätten ihn in einen Hinterhalt locken sollen, solange er abgelenkt war, so wie wir es immer tun.«
»Ihr braucht Nahkampf-Erfahrung.«
»Quatsch Nahkampf-Erfahrung! Wir sollten bei unseren alt bewährten Methoden bleiben: Überraschungsangriffe von hinten bei großer Überzahl auf unserer Seite.«
Man vernahm einen tiefen Seufzer, und dann trat der Anführer der Kobolde majestätisch aus den Schatten. Breitschultrig, mit eindrucksvollen Muskelpaketen und fast einen Meter fünfzig groß, war er der stattlichste Kobold, den Rupert je gesehen hatte. Er drückte eine übel stinkende Zigarre auf seinem mit Grünspan überzogenen Bronze-Brustharnisch aus und bedachte seine Schar, die sich mitten auf dem Weg zusammendrängte, mit wütenden Blicken. Dann seufzte er noch einmal und schüttelte angewidert den Kopf.
»Was seid ihr bloß für ein jämmerlicher Haufen! Wie soll ich je richtige Kämpfer aus euch machen, wenn ihr euch vor dem Kämpfen drückt? Ich meine, wo liegt das Problem? Ihr habt es doch nur mit einem Mann zu tun.«
»Und mit einem Einhorn«, ergänzte der kleinste Kobold.
»Also schön, mit einem Mann und einem Einhorn. Na und?
Wir sind jetzt Wegelagerer, habt ihr das vergessen? Es gehört zu unseren Aufgaben, schutzlosen Wanderern aufzulauern und ihnen die Wertsachen abzunehmen.«
