
«Und wie ist’s mit Lord Whitfield?»
«Das geht schon in Ordnung. Er ist ganz ungebildet und sehr leichtgläubig – glaubt zum Beispiel tatsächlich, was in seinen eigenen Zeitungen steht! Bridget wird das jedenfalls übernehmen; Bridget ist zuverlässig; für die bürge ich.»
Luke atmete auf.
«Jimmy, alter Knabe, es sieht wirklich so aus, als ob das ginge. Du bist großartig. Wenn du das tatsächlich mit deiner Cousine abmachen kannst – »
«Natürlich, verlass dich nur auf mich.»
«Ich bin dir unendlich dankbar.»
Jimmy sagte:
«Ich bitte dich nur, wenn du einen Massenmörder zur Strecke bringst, lass mich am Ende dabeisein! – Was ist?»
«Mir ist eben etwas eingefallen, was meine alte Dame noch sagte. Ich hatte bemerkt, dass man doch kaum so viele Morde begehen könne, ohne erwischt zu werden, und sie erwiderte, dass ich unrecht habe, dass es sehr leicht sei, zu morden…» Er hielt inne und sagte dann langsam: «Ich möchte wissen, ob das wahr ist, Jimmy. Möchte wissen, ob es wirklich…»
«Was?»
«… leicht ist zu morden.»
3
Die Sonne schien, als Luke über den Hügel nach Wychwood under Ashe fuhr. Er hatte sich ein Auto gekauft – aus zweiter Hand – und hielt nun einen Augenblick auf dem Rücken des Hügels.
Der Sommertag war warm und sonnig. Unter ihm lag der Ort, merkwürdig unberührt von den jüngsten Entwicklungen.
Luke dachte: Ich bin vielleicht doch verrückt, die ganze Sache ist zu phantastisch.
War er wirklich allen Ernstes hierhergekommen, um einen Mörder zur Strecke zu bringen – einfach aufgrund der Erzählungen einer alten Dame und einer zufälligen Todesanzeige?
Er schüttelte den Kopf.
«Solche Sachen passieren nicht», murmelte er. «Oder – doch? Luke, mein Junge, es ist an dir herauszukriegen, ob du der leichtgläubigste Esel auf der Welt bist oder ob dich deine Polizeinase auf die richtige Fährte geführt hat.»
