Er setzte den Wagen wieder in Gang, fuhr langsam den gewundenen Weg hinab und in die Hauptstraße ein.

Hier hielt er an und fragte nach dem Weg.

Man sagte ihm, das Herrenhaus, Ashe Manor, läge ungefähr zehn Minuten entfernt – er könne die Tore zur rechten Hand sehen.

Luke fuhr weiter, sah durch die Bäume rote Ziegel aufblitzen und wurde nach der Biegung zur Auffahrt von einem erschreckend geschmacklosen, mit vielen Türmchen versehenen Bau überrascht.

Während er das Monstrum noch betrachtete, versteckte sich die Sonne. Ein plötzlicher Windstoß fuhr durch die Blätter der Bäume, und in diesem Augenblick kam eine junge Frau um die Ecke des Hauses.

Ihr schwarzes Haar wurde vom Wind steil in die Höhe getrieben und erinnerte Luke an ein Bild, das er einmal gesehen hatte – Nevinsons «Hexe»: dasselbe schmale, bleiche, feine Gesicht, das schwarze Haar, das zu den Sternen hinaufflog. Er sah sie förmlich auf einem Besenstiel zum Mond hinauffliegen…

Sie kam gerade auf ihn zu.

«Sie müssen Luke Fitzwilliam sein. Ich bin Bridget Conway.»

Er ergriff die Hand, die sie ihm entgegenstreckte. Er konnte sie nun sehen, wie sie wirklich war – nicht, wie sie ihm ein phantastischer Augenblick gezeigt hatte. Groß, schlank, ein ovales, zartes Gesicht mit etwas eingefallenen Wangen, ironische schwarze Augenbrauen, schwarze Augen und Haare. Sie war wie eine zarte Radierung, fand er – scharf und schön. Er sagte:

«Ich muss mich entschuldigen, dass ich Ihnen da einfach so aufgehalst werde. Jimmy behauptete, dass es Ihnen nichts ausmachen würde.»

«Oh, wir freuen uns.» Sie lächelte. «Jimmy und ich sind immer einer für den anderen da. Und wenn Sie, sein Freund, ein Buch über Volkssagen schreiben, ist dies der richtige Ort dafür. Es gibt hier alle möglichen Legenden und malerische Plätze.»



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