
«Wunderbar», sagte Luke.
Sie gingen miteinander auf das Haus zu. Luke warf noch einen interessierten Blick darauf. Er entdeckte nun Spuren eines nüchternen Baus aus der Zeit von Queen Anne, die von der blühenden Pracht fast erstickt wurden. Er erinnerte sich, dass Jimmy erwähnt hatte, dass das Haus ursprünglich Bridgets Familie gehört hatte. Das, dachte er grimmig, war wohl in dessen «unverzierten» Tagen gewesen. Er betrachtete verstohlen die Linie ihres Profils, ihre schmalen Hände und machte sich so seine Gedanken.
Er hielt sie für ungefähr acht- oder neunundzwanzig. Sie hatte offenbar Verstand. Und sie war einer von den Menschen, über die man absolut nichts wusste, wenn sie es nicht wünschten.
Im Innern war das Haus bequem und geschmackvoll eingerichtet. Bridget Conway ging voraus in ein Zimmer mit Bücherregalen und bequemen Sesseln, in dem ein Teetisch am Fenster stand.
Sie sagte:
«Gordon, das ist Luke, eine Art Vetter von einem meiner Vettern.»
Lord Whitfield war ein kleiner Mann und beinahe kahl. Sein Gesicht war rund, mit offenem Ausdruck, einem kleinen Schmollmund und Augen wie gesottene Stachelbeeren. Er hatte einen nachlässig sitzenden Anzug an, der das Unvorteilhafte seiner hauptsächlich aus Bauch bestehenden Figur betonte.
Er begrüßte Luke leutselig.
«Freue mich sehr, Sie zu sehen, wirklich sehr. Sind eben aus dem Osten zurückgekehrt, wie ich höre? Sehr interessant, nicht wahr? Sie schreiben ein Buch, wie mir Bridget sagte. Manche behaupten ja, dass heutzutage zu viele Bücher geschrieben werden. Ich dagegen sage, für ein gutes ist immer noch Platz.»
Bridget stellte weiter vor: «Meine Tante, Mrs Anstruther», und Luke schüttelte einer ältlichen Dame mit etwas törichtem Gesichtsausdruck die Hand.
Mrs Anstruther war, wie Luke bald entdeckte, mit Leib und Seele der Gärtnerei ergeben. Sie sprach nie von etwas anderem und war ständig damit beschäftigt zu überlegen, ob irgendeine seltene Pflanze wohl an dem Ort gedeihen würde, an den sie sie setzen wollte.
