Dann schlug er die Times auf und war bald in ernstere Dinge vertieft. Eine halbe Stunde später verlangsamte der Zug die Fahrt und blieb schließlich stehen.

Luke sah aus dem Fenster. Sie standen in einer großen, leeren Station mit vielen Bahnsteigen. Er erblickte in einiger Entfernung einen Zeitungsstand mit einem Plakat «Derby Resultat». Luke sprang aus dem Zug und rannte hin. Im nächsten Augenblick starrte er breit grinsend auf ein paar Zeilen unter «Letzte Nachrichten»:

Derby-Resultat

Jujube II

Mazeppa

Clarigold

Luke grinste über das ganze Gesicht. Hundert Pfund zum Verpulvern! Braver, alter Jujube II, der so verächtlich abgetan worden war.

Er faltete, noch immer vor sich hingrinsend, die Zeitung zusammen, wandte sich um und stand einer gähnenden Leere gegenüber. In der Freude über Jujubes Sieg hatte er nicht bemerkt, dass sein Zug aus dem Bahnhof geglitten war.

«Wann, zum Teufel, ist der Zug abgefahren?» fragte er einen düster aussehenden Träger.

Der erwiderte:

«Was für ein Zug? Seit dem Drei-Uhr-Zug hat hier keiner mehr gehalten.»

«Eben war einer hier, ich bin ausgestiegen. Der Boot-Express.» Der Träger erwiderte streng:

«Der Boot-Express hält nirgends bis London.»

«Aber doch», versicherte Luke ihm. «Ich bin schließlich ausgestiegen.»

«Kein Aufenthalt bis London», wiederholte der Träger ungerührt.

«Aber ich versichere Ihnen, ich bin eben hier aus diesem Zug gestiegen!»

Angesichts dieser nicht zu leugnenden Tatsache sagte der Träger vorwurfsvoll: «Das hätten Sie nicht tun dürfen. Er hält hier nicht.»

«Aber er hat doch gehalten.»

«Das war nur auf ein Stopp-Signal. Kein wirklicher Aufenthalt.»

«Mit diesen feinen Unterscheidungen kenne ich mich natürlich nicht aus», sagte Luke. «Was soll ich jetzt denn nur tun?»



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