
«Sie fragen mich, was Sie tun sollen?»
«Ja», sagte Luke. «Ich nehme an, dass es auch Züge gibt, die offiziell hier halten?»
«Sicher», meinte der Träger. «Sie fahren am besten mit dem um 4 Uhr 25 weiter.»
«Wenn der 4 Uhr 25 nach London geht, so ist das mein Zug», beschied Luke und schlenderte, nun beruhigt, den Bahnsteig auf und ab. Auf einer großen Tafel las er, dass er sich in Fenny Clayton Junction for Wychwood under Ashe befand.
Endlich fuhr der Londoner Zug ein. Die dritte Klasse war überfüllt, und von der ersten Klasse gab es nur drei Abteile, keines leer; Luke musterte jedes. Das erste, für Raucher, beherbergte einen Herrn militärischen Aussehens, der eine Zigarre rauchte. Nicht sein Fall; im darauffolgenden Abteil befand sich eine müde aussehende junge Person, dem Anschein nach ein Kinderfräulein, mit einem sehr lebhaften kleinen Jungen von drei Jahren. Luke ging rasch weiter. Die Tür des nächsten Abteils war offen, eine ältliche Dame saß darin. Sie erinnerte Luke ein wenig an eine seiner Tanten. Tante Mildred war entschieden eine gute Tante gewesen. Luke trat ein und setzte sich.
Als der Zug endlich abfuhr, entfaltete er seine Zeitung und begann zu lesen.
Er erwartete nicht, lange ungestört zu bleiben. Da er ein Mann mit vielen Tanten war, hätte er wetten können, dass die sympathische alte Dame in der Ecke nicht beabsichtigte, die Reise nach London schweigend zurückzulegen.
Er hatte recht – ein Fenster, das nicht parieren wollte, ein fallen gelassener Regenschirm, und schon erzählte sie ihm, was für ein guter Zug dies war.
«Nur eine Stunde und zehn Minuten. Das ist wirklich sehr gut, wissen Sie. Viel besser als der Frühzug, der braucht eine Stunde und vierzig Minuten.»
Sie fuhr fort:
«Natürlich fährt jeder mit dem Frühzug. Ich wollte auch heute früh fahren, aber Wonky Pooh war plötzlich verschwunden – das ist mein Kater, ein wundervoller Angora, nur hat er in letzter Zeit ein wehes Ohr gehabt –, und natürlich konnte ich nicht von zu Hause fort, ehe er gefunden war!»
