Sie warf einen Blick aus dem Fenster.

«Oh, wir sind ja gleich dal» Sie geriet in Bewegung, öffnete und schloss ihre Tasche, suchte ihren Regenschirm. «Danke – danke vielmals.» Dies galt Luke, der den Regenschirm zum zweiten Mal aufhob. «Es war mir so eine Erleichterung, mit Ihnen reden zu können – Sie waren so freundlich – ich bin froh, dass Sie auch finden, dass ich das Richtige tue.»

Luke sagte freundlich:

«Ich bin sicher, man wird Ihnen bei Scotland Yard einen guten Rat geben.»

«Ich bin Ihnen wirklich sehr dankbar.» Sie suchte ihre Tasche. «Meine Karte – o weh, ich habe nur eine – die muss ich für Scotland Yard aufheben – »

«Natürlich, natürlich.»

«Mein Name ist Pinkerton.»

«Ein sehr passender Name, Miss Pinkerton», meinte Luke lächelnd und fügte, als er ihr verdutztes Gesicht sah, rasch hinzu:

«Mein Name ist Luke Fitzwilliam.»

Als der Zug einfuhr, fragte er:

«Kann ich Ihnen ein Taxi besorgen?»

«Oh, nein, danke.» Miss Pinkerton schien ganz entsetzt zu sein bei dem Gedanken. «Ich fahre mit der Untergrundbahn bis Trafalgar Square und gehe dann Whitehall hinunter.»

«Nun, viel Glück», wünschte Luke.

Miss Pinkerton schüttelte ihm herzlich die Hand.

«So freundlich», murmelte sie nochmals. «Wissen Sie, anfangs dachte ich, Sie glauben mir nicht.»

Luke errötete ein wenig beschämt.

«Nun», sagte er, «so viele Morde! Ein bisschen schwer, so viele Morde zu begehen und nicht erwischt zu werden, nicht?»

Miss Pinkerton schüttelte den Kopf.

Sie sagte ernst:

«Nein, nein, mein Lieber, da irren Sie sich. Es ist sehr leicht zu morden – solange niemand einen Verdacht gegen Sie hegt. Und sehen Sie, der Mensch, um den es sich handelt, ist der allerletzte, auf den ein Verdacht fiele!»

«Nun, jedenfalls viel Glück», wiederholte Luke.



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