
»Blödsinn«, antwortete Ben überzeugt. »Wenn du Schiffbruch erleidest und einen Notruf absetzt, würdest du dann etwa nicht das Meer beobachten? Sie hätten uns längst gesehen und sich irgendwie bemerkbar gemacht. «
Leider hat er auch damit recht, dachte Mike. Es war schlichtweg unvorstellbar, daß irgend jemand um Hilfe rief und sich dann versteckte, um ja nicht gefunden zu werden.
Es sei denn, er hatte einen ganz bestimmten Grund dafür...
»Ich... bin gar nicht so sicher, daß diese Insel wirklich unbewohnt ist«, sagte er zögernd. »Wie meinst du das?« fragte Serena. Trautman sagte nichts, blickte ihn aber sehr aufmerksam an. »Vorhin, als Singh mich geholt hat«, fuhr Mike fort, »da habe ich für einen Moment geglaubt, etwas zu sehen. Ich war nicht ganz sicher, aber jetzt... « »... wäre es ganz praktisch, einen Grund zu haben, doch noch hierzubleiben?« schlug Ben vor. Mike starrte ihn böse an, aber Trautman machte eine entsprechende Geste in seine Richtung und wandte sich an Ben. »Bitte rede nicht so einen Unsinn. Mike würde uns bestimmt nicht belügen. Was genau hast du gesehen?«
Der letzte Satz galt wieder Mike, aber es verging eine Weile, ehe dieser antwortete. Er versuchte, sich an den kurzen Moment zu erinnern. Es war ja nicht einmal eine Sekunde gewesen. »Irgend etwas war da. Ein Schatten, eine Bewegung... « Er zuckte mit den Schultern. »Ich habe es nicht wirklich gesehen, wißt ihr? Aber es war komisch. Es war... nicht oben auf dem Eis. « »Nicht auf dem Eis?« wiederholte Trautman verwirrt. »Was meinst du damit?«
