Surita bestellte Balthasar in seine Kajüte und weihte ihn als einzigen in seinen Plan ein. Dieser hörte seinem Kapitän aufmerksam zu. Nach nachdenklichem Schweigen sagte er: „Ja, das ist ausgezeichnet. Der Meerteufel ist ein paar hundert Perlenfischer wert. Es wäre gut, ihn zu Diensten zu haben. Aber wie ihn einfangen?“

„Mit einem Netz“, antwortete Surita.

„Er zerschneidet das Netz, wie er den Wanst des Haifisches aufschlitzte.“

„Wir könnten ein Metallnetz anfertigen.“

„Und wer wird ihn fangen? Wenn unsere Fischer nur das Wort Teufel hören, sinken sie schon in die Knie. Nicht einmal für einen Sack voll Gold wären sie dafür zu gewinnen.“

„Und du, Balthasar?“

Der Indianer zuckte die Schultern: „Ich jagte noch nie einen Meerteufel. Ihm aufzulauern dürfte nicht leicht sein. Aber wir brauchen den lebendigen Teufel.“

„Hast du keine Angst, Balthasar? Was denkst du über ihn?“

„Was kann ich vom Jaguar denken, der übers Meer fliegt, und vom Haifisch, der auf Bäumen herumklettert? Eine unbekannte Bestie ist gefährlich. Doch ich liebe es, gefährliche Bestien zu jagen.“

„Ich werde dich reich belohnen.“ Surita drückte Balthasars Hand und fuhr fort, ihm seinen Plan zu entwickeln: „Je weniger Teilnehmer wir bei diesem Unternehmen sein werden, desto besser. Besprich dich mit allen Araukanern. Die sind tapfer und schlau. Wähle fünf Mann aus, nicht mehr. Findest du sie nicht unter unseren Leuten, dann such außerhalb ein paar passende Männer. Der Teufel hält sich an den Ufern auf. Vor allem muß man herausfinden, wo er seine Höhle hat. Dann wird es leicht sein, ihn mit dem Netz zu fangen.“



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