
Surita und Balthasar begannen gleich mit der Arbeit. Nach Suritas Angaben wurde ein über Reifen gespanntes Schleppnetz angefertigt, das an ein großes Faß mit offenem Boden erinnerte. Im Innenraum hatte Surita Hanfnetze ausgespannt, in denen sich der Teufel wie in einem Spinngewebe verwickeln sollte. Die alte Besatzung wurde ausgezahlt.
Nur zwei Indianer von der „Meduse“ konnte Balthasar überreden, an der Jagd auf den Teufel teilzunehmen. Weitere drei Araukaner hatte er in Buenos Aires angeworben.
Man beschloß, den Teufel in jener Bucht aufzuspüren, wo die Besatzung der „Meduse“ ihn zum ersten Mal gesehen hatte. Um bei ihm keinen Argwohn zu erwecken, ging die „Meduse“ einige Meilen von der kleinen Bucht entfernt vor Anker. Surita und seine Begleiter beschäftigten sich von Zeit zu Zeit mit Fischfang, so, als ob eben dies der ganze Zweck ihrer Seefahrt wäre. Gleichzeitig versteckten sich abwechselnd drei von ihnen hinter Steinen am Ufer und beobachteten aufmerksam, was in den Wassern der Bucht vorging.
Schon die zweite Woche ging zu Ende, doch noch immer deutete kein Anzeichen auf die Anwesenheit des Teufels. Balthasar befreundete sich mit den Küstenbewohnern, den Farmer-Indianern, verkaufte ihnen billige Fische und brachte plaudernd das Gespräch immer wieder unauffällig auf den Meeresteufel. Aus diesen Unterhaltungen erfuhr der alte Indianer, daß sie das Jagdrevier richtig gewählt hatten. Viele Indianer, die in der Umgebung der Bucht wohnten, hatten schon den Klang des Horns vernommen und Fußspuren auf dem Sand entdeckt. Sie behaupteten, daß die Ferse des Teufels genau wie eine menschliche sei, daß aber die Fußzehen bedeutend länger wären. Hin und wieder hatten die Indianer auch den Abdruck eines Rückens im Sand bemerkt — also lag das Ungeheuer manchmal auch am Ufer.
Da der Teufel den Küstenbewohnern keinen Schaden zufügte, beachteten sie die Spuren, die er von Zeit zu Zeit hinterließ, kaum noch. Aber den Teufel selbst hatte noch niemand gesehen.
