Surita hörte den Bericht des Araukaners, bedankte sich, versprach ihn zu belohnen und sagte: „Es ist kaum anzunehmen, daß der Teufel seinen Schlupfwinkel tagsüber nochmals verläßt. Darum sollten wir den Grund der Bucht untersuchen. Wer übernimmt das?“

Aber niemand wollte sich in das Wasser hinablassen und sich der Gefahr aussetzen, Aug in Auge mit dem unbekannten Ungeheuer zusammenzutreffen.

Schließlich trat Balthasar vor: „Ich!“ sagte er kurz und stand für sein Wort.

Die „Meduse“ lag immer noch vor Anker. Alle Leute, mit Ausnahme der Wachen, waren an Land gegangen und hatten sich zum steilen Felsen am Rande der Bucht begeben.

Balthasar umwand sich mit einem Seil, damit man ihn herausziehen könnte, falls er verwundet würde, nahm ein Messer mit, klemmte einen angebundenen Stein zwischen die Beine und ließ sich am Seil auf den Meeresboden herab.

Die Araukaner erwarteten seine Rückkehr mit Ungeduld. Sie starrten wie gebannt immer nur auf einen Punkt, der in der bläulichen Dunkelheit der von Bäumen beschatteten Bucht schimmerte. Es vergingen vierzig, fünfzig Sekunden, eine Minute — von Balthasar keine Spur. Endlich zerrte er am Seil und wurde an die Oberfläche gezogen. Tief atmend sagte er: „Ein enger Durchgang führt in eine unterirdische Höhle. Dort ist es so dunkel wie im Bauch eines Haifisches. Der Meerteufel kann sich nur in dieser Höhle versteckt haben. Ringsum ist eine glatte Felswand.“

„Ausgezeichnet“, rief Surita.

„Dort ist es dunkel, um so besser. Wir werfen unsere Netze aus, und das Fischlein wird gefangen.“

Bald nach Sonnenuntergang versenkten die Indios an starken Seilen befestige Drahtnetze am Höhleneingang. Und an die Seile band Balthasar Glöckchen, die bei der geringsten Berührung der Umzingelung läuten mußten.



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