Surita, Balthasar und die fünf Araukaner setzten sich ans Ufer und warteten schweigend.

Auf dem Schoner war niemand zurückgeblieben. Schnell brach die Dunkelheit herein. Der Mond stieg auf, und sein Schein spiegelte sich auf der ruhigen Oberfläche des Wassers. Die Wartenden waren von einer ungewöhnlichen Aufregung erfaßt. Möglicherweise würden sie jetzt gleich das sonderbare Wesen erblicken, das den Fischern und Tauchern gleichermaßen zum Schreckgespenst wurde.

Langsam verstrichen die Nachtstunden. Die Leute begannen schläfrig zu werden.

Plötzlich schlugen die Glöckchen an. Die Fischer sprangen auf, stürzten zu den Seilen und hoben das Netz. Es war schwer, die Seile zuckten. Jemand zappelte darin. Das Netz wurde an der Wasseroberfläche sichtbar. Im bleichen Mondschein erblickte man den kämpfenden Körper eines Tiermenschen. Der hatte riesige Augen und silberne Schuppen. Der Teufel machte unglaubliche Anstrengungen, um seine Hand zu befreien, die im Netz verheddert war. Das gelang ihm. Er zog ein Messer, das er an einem dünnen Riemen an seinen Hüften trug und bearbeitete das Netz.

„Du zerschneidest es nicht, mach keinen Quatsch!“ sagte Balthasar leise, schon ganz hingerissen von der Jagd.

Aber zu seinem Erstaunen überwand das Messer das Drahthindernis. Mit geschickten Bewegungen erweiterte der Teufel das Loch, während sich die Fischer beeilten, das Netz so schnell wie möglich an Land zu ziehen.

„Stärker! Hau-ruck!“ schrie Balthasar.

Aber im gleichen Augenblick, als sie die Beute schon sicher in Händen glaubten, schlüpfte der Teufel durch das ausgeweitete Loch, fiel ins Wasser zurück, wobei eine ganze Kaskade flimmernder Spritzer aufstiebte, und verschwand in der Tiefe.

Verzweifelt ließen die Fischer das Netz fallen.

„Ein gutes Messer! Schneidet sogar Draht!“ sagte Balthasar begeistert.



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