„Wie hast du denn diese Enkelin gefunden?“ erkundigte sich Surita.

„Geld findet man keins, aber mit Mädchen ist das einfacher“, antwortete Christo. „Nun, die Mutter ist zufrieden. Sie gab mir fünf Peseten, als ich ihr das geheilte Kind zurückbrachte.“

Christo verschwieg, daß er von Salvator ein pralles Säckchen mit Goldpeseten bekommen hatte.

„Es gibt wahre Wunder bei Salvator“, begann er und berichtete ausführlich über alles, was er gesehen hatte.

„Das ist sehr interessant“, sagte Surita und steckte sich eine Zigarre an, „aber das Wichtigste hast du nicht gesehen: den Meerteufel! Was willst du nun weiter tun, Christo?“

„Weiter? Erst mal einen kleinen Ausflug in die Anden.“ Und Christo erzählte von Salvators Absicht, zum Tierfang zu fahren.

„Ausgezeichnet“, rief Surita, „Salvators Besitz liegt weit genug von den anderen Siedlungen entfernt. Während seiner Abwesenheit überfallen wie das Gut und entführen den Meerteufel.“

Christo schüttelte ablehnend den Kopf. „Ausgeschlossen, es ist alles so gut bewacht, und die Jaguars zerreißen jeden Fremden. Außerdem werdet ihr bei aller Schlauheit den Teufel nicht finden. Selbst ich habe ihn während meines längeren Aufenthalts noch nicht entdecken können.“

Nach einigem Überlegen sagte Surita: „Dann müssen wir Salvator eben in einen Hinterhalt lokken, ihn gefangennehmen und als Lösegeld den Meerteufel verlangen.“

Christo zog mit einer geschickten Bewegung eine Zigarre aus Suritas Tasche. „Danke dir. Ein Hinterhalt, das ist schon besser. Aber wenn Salvator uns den Teufel verspricht und dann doch nicht gibt? Diese Spanier — “ Christo hustete.

„Was schlägst du dann vor?“ fragte Surita schon recht ärgerlich.

„Geduld, Surita. Salvator glaubt mir, aber vorerst endet sein Vertrauen an der vierten Mauer. Der Doktor muß mir vollends freundschaftlich verbunden sein, dann zeigt er mir den Teufel.“



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