»Wie lang hat das gedauert?«

Sie zuckte die Achseln, und nicht einmal Pancho entging, wie ihr Overall sich über den Rundungen spannte. »Etwa zehn Sekunden. Vielleicht fünfzehn.«

Pancho mochte Amanda nicht. Sie hielt sie für eine kleine Schlampe, die sich mit einem britischen Oberklasse-Akzent schmückte. Nur ein Blick auf sie, und die Männer vergaßen Pancho. Das war schade, denn ein paar von den Typen waren wirklich nett.

Pancho war dünn und sehnig und hatte die langen schlanken Beine ihrer afrikanischen Vorfahren. Ihre Haut war nicht dunkler als eine schöne Bräune, die man sich unter der Sonne von Texas holte, aber sie hatte ein Allerweltsgesicht mit einem spitzen Kinn, das sie als Pferdegebiss bezeichnete und kleine, schielende braune Augen. Das Haar trug sie immer so kurz, dass das Gerücht kursiert hatte, sie sei lesbisch. Das stimmte nicht. Aber sie hatte die Kraft eines Manns in den langen, muskulösen Armen und Beinen und ließ sich in keiner Disziplin von einem Mann besiegen — es sei denn, sie legte es darauf an.

Das Zubringer-Fahrzeug, das sie nach Selene zurückbringen sollte, verspätete sich. Die Düse an einem der Triebwerke hatte einen Riss, und die Flugsicherung wollte auf keinen Fall riskieren, dass die sechs Astronauten in einem maroden Raumfahrzeug transportiert wurden. Sie würden das Vehikel in den Weiten des Alls reparieren, während sie dem Mond entgegen fielen.

Also warteten die sechs in der Bordküche und unterhielten sich über Vakuum-Ahnen. Einer der Männer behauptete, er habe es eine ganze Minute lang im Vakuum durchgehalten.

»Das erklärt auch deinen niedrigen IQ«, sagte sein Kumpel.

»Niemand hat es bisher eine ganze Minute geschafft.«

»Sechzig Sekunden«, beharrte der Mann auf seiner Version.

»Das hätte die Lunge doch gar nicht ausgehalten.«



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